Ein Aufzug für die Kleinen
Was wird aus dem Ruf zur Heiligkeit, wenn jemand neben dem Berg der Heiligen nur ein Sandkorn sieht? Die Antwort dieses Buches: nicht mehr klettern, sondern sich tragen lassen.
An den Heiligen gemessen, fand sich Thérèse zu klein für die raue Treppe der Vollkommenheit, wie sie es nannte – und die Heiligkeit gab sie deshalb nicht verloren. In einem Jahrhundert der Erfindungen, überlegte sie, steigen die Reichen keine Treppen mehr, sie nehmen den Aufzug. Ihrer waren die Arme Jesu, und die einzige Bedingung für die Fahrt war, klein zu bleiben: zu vertrauen, statt Verdienste anzuhäufen. Derselbe Gedanke prägt ihre Hingabe von 1895, die nicht der Gerechtigkeit Gottes galt, sondern seiner barmherzigen Liebe, und ihren Wunsch, mit leeren Händen vor ihn zu treten.
- Demut
- Vertrauen
- Göttliche Liebe
- Göttliche Barmherzigkeit
- Gnade
- Göttliche Gnade
- Kindheit
- Hoffnung
- Heil
Ins Gespräch kommen
- Für die raue Treppe der Vollkommenheit waren Sie zu klein, also suchten Sie einen Aufzug: die Arme Christi. Warum muss man klein bleiben, um mitzufahren?
- Sie nannten sich einen kleinen Vogel mit den Augen eines Adlers, aber ohne seine Flügel. Was bleibt jemandem, dessen Sehnsucht größer ist als seine Kraft?
- Als Kind griffen Sie nach einem Korb Puppenkleider und riefen: „Ich wähle alles.“ Eine halbe Heilige wollten Sie nie sein. Passt das zum Kleinbleiben?
- Jemand blickt auf sein Leben zurück und findet kaum etwas Gutes, das er Gott zeigen könnte. Warum wollten Sie mit leeren Händen vor ihn treten?
- Sie boten sich dem Jesuskind als wertlosen kleinen Ball an, den es werfen, durchstechen oder in eine Ecke legen durfte. Welche Freiheit liegt darin?