Vier Stimmen zu einem Fall
Jedes Kapitel stellt einen alten Wortwechsel, ein Gedicht darauf und einen Kommentar zu beidem nebeneinander. Wie weit ein Kommentar über eine Lehre reden darf, die vor Worten warnt, beantwortet das Buch in der Praxis immer neu.
Wansong eröffnet jeden Fall mit ein paar Worten an die Versammlung, zitiert den Wortwechsel, gibt Hongzhis Vers wieder und redet dann: Er fährt mit kurzen Einwürfen in Fall und Vers, erzählt die Vorgeschichte und greift nach allem, was hilft, den Daoisten Zhuangzi und Liezi, Konfuzius, einem Zimmermann, dessen Axt einem Mann den Gips von der Nase schlägt, ohne sie zu berühren. Er sagt selbst, seine Augen hätten nachgelassen und er habe diktiert. Heraus kommt kein System, sondern ein Lehrer, der Mönchen ein Gedicht vorliest und weder Fall noch Gedicht zur Lehrmeinung erstarren lässt.
- Interpretation
- Koan
- Lehre
- Lehrmethoden
- Sprache
- Abstammungslinie
- Begriffsdenken
- Schweigen
Ins Gespräch kommen
- Hongzhi hat den Vers geschrieben, und Sie fahren alle paar Worte mit kurzen Einwürfen dazwischen. Warum unterbrechen Sie ein Gedicht, um es zu lehren?
- Einen Fall erklären Sie mit dem Schaf des Daoisten Liezi, verloren dort, wo sich jede Weggabelung wieder gabelt. Was brauchten Chan-Mönche von diesem Schaf?
- Ihre Augen ließen nach, schreiben Sie, und Sie diktierten den Großteil dieses Kommentars Ihren Schülern. Was gewinnt oder verliert eine Lehre, die gesprochen statt geschrieben wird?
- Chan warnt davor, sich auf Worte zu stützen, und Sie schrieben hundert Kapitel über die Gedichte eines anderen. Was entgegnen Sie einem Mönch, der darin einen Widerspruch sieht?
- Der Buddha nimmt Platz, sagt nichts und steigt wieder herab, und Manjushri verkündet, die Lehre sei vollständig. Wozu beginnt Ihr Buch mit einer Predigt, die nie stattfindet?