Eine Antwort aus einem Wort
Ein Mönch fragt, was der Buddha ist, und bekommt einen Sesamfladen, einen getrockneten Kotstab oder eine einzige Silbe. Ob eine solche Antwort die Frage abweist oder sie erledigt, muss der Leser selbst entscheiden.
Yunmens Antworten sind mit Absicht kurz, und gerade die Kürze lehrt. Gefragt, welcher der drei Buddha-Leiber predigt, sagt er ein Wort: „Wesentlich“. Gefragt, was über Buddhas und Patriarchen hinausgeht, sagt er „Sesamfladen“, und als der Mönch einwendet, das habe doch nichts damit zu tun, gibt er ihm recht. Eine Erklärung würde dem Fragenden nur eine weitere Idee zum Festhalten reichen. Der derbe Gegenstand reicht ihm nichts und lässt ihn mit der Tatsache allein, dass er die Antwort anderswo gesucht hat als dort, wo er stand.
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- Lehrmethoden
Ins Gespräch kommen
- Ein Mönch fragt, was über alle Buddhas und Patriarchen hinausgeht, und Sie sagen „Sesamfladen“. Warum beantworten Sie die erhabenste Frage mit einem Gebäck?
- Gefragt, was der Leib des Buddha sei, antworten Sie: „Ein getrockneter Kotstab.“ Ist das Verachtung für den Buddha oder etwas, das gerade ein frommer Mönch hören muss?
- Als ein Mönch einwendet, Ihre Antwort habe mit seiner Frage nichts zu tun, geben Sie ihm recht. Was bewirkt diese Zustimmung, was kein Widerspruch könnte?
- Wenn Ihre Antwort ein einziges Wort ist, etwa „Wesentlich“ oder „Allumfassend“, was hindert einen Mönch, dieses Wort als neue Lehre davonzutragen?
- Jemand will erst handeln, wenn er die richtige Erklärung hat. Was würde eine Ihrer schroffen Ein-Wort-Antworten mit so einem Menschen machen?