Der Buddha ist der eigene Geist
Ist der Buddha nichts als der eigene Geist, gibt es keinen Ort außerhalb, an dem man suchen könnte. Was von Verehrung, Schrift und Suche bleibt, wenn man diesen Anspruch bis zum Ende treibt, ist die Frage, die die sechs Traktate teilen.
Der Vers am Ende von „Das Durchbrechen der Erscheinungen“ sagt es in einer Zeile: Wer den Buddha sucht, suche nur den Geist, denn eben dieser Geist ist der Buddha. „Der Blutstrom“ zieht die harten Folgen. Der Buddha rezitiert keine Sutren, hält keine Gebote und bricht keine; man kann nicht mit dem Buddha den Buddha verehren, nicht mit dem Geist den Buddha anrufen. Die eigene Natur zu sehen ist alles, und wer sie nicht sieht, dem hilft keine noch so fromme Mühe.
- Geist
- Buddhanatur
- Wesensschau im Zen
- Erwachen
- Nichtzweiheit
- Leerheit
- Wahrnehmung
Ins Gespräch kommen
- Ein Vers hier sagt: Wer den Buddha sucht, suche nur den Geist, denn eben dieser Geist ist der Buddha. Wo soll ein Suchender dann aufhören zu suchen?
- „Der Blutstrom“ sagt, der Buddha halte die Ordensregeln weder, noch breche er sie. Liefert das einem nachlässigen Mönch nicht die perfekte Ausrede?
- Man kann nicht mit dem Buddha den Buddha verehren, sagt „Der Blutstrom“, und nicht mit dem Geist den Buddha anrufen. Was bleibt da vom Gebet?
- Jemand hat jedes Buch über das Erwachen gelesen und spürt doch keine Veränderung. Warum sagen diese Traktate, die eigene Natur zu sehen sei alles?
- Gefragt, welche eine Übung alle anderen zusammenfasst, antwortet „Das Durchbrechen der Erscheinungen“: den Geist betrachten. Warum sollte eine einzige Übung genügen?