Drei Kränkungen, ein Kampf
Ein Hinduführer macht eine muslimische Sache zu seiner, verbindet sie mit einem Massaker im Punjab und ruft ein ganzes Land auf, wegen beider zu handeln. Was getrennte Unrechte zu einer gemeinsamen Pflicht macht, ist die Frage unter jedem Artikel.
Gandhis Anklage beruht auf gebrochenen Zusagen. Der Premierminister hatte versprochen, die besiegte Türkei werde nicht bestraft und der Kalif behalte seine Hoheit über Arabien und die heiligen Stätten; die Friedensbedingungen brachen das, und Gandhi, ein Hindu, nahm die Kränkung der Muslime auf wie die eines Bruders. Der Punjab fügte die Schmach hinzu: ein Massaker in Amritsar, ein Mann, der durch eine Gasse kriechen musste, Beamte, die mit milden Rügen davonkamen. Eine Regierung, die weder Wort hält noch die eigenen Leute bestraft, habe ihren Anspruch auf Hilfe verwirkt.
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Ins Gespräch kommen
- Sie schlossen sich als Hindu dem Kampf der Muslime für den Kalifen an. Weshalb sollte eine Religion die Kränkung einer anderen zu ihrer eigenen machen?
- Als ein einziger Punjabi gezwungen wurde, durch eine Gasse in Amritsar zu kriechen, kroch für Sie ganz Indien. Wieso gehört die Demütigung eines Mannes allen?
- Ein christlicher Freund fürchtet, nach einem Abzug der Briten würden Afghanen und Gurkhas Indien überrennen. Warum erscheint Ihnen diese Aussicht weniger finster als die Gegenwart?
- Den Muslimen war versprochen worden, die besiegte Türkei werde nicht bestraft, und der Friedensvertrag bestrafte sie doch. Rechtfertigt ein gebrochenes Versprechen, jede Mitarbeit zu verweigern?