Englische Herrschaft ohne Engländer
Die Engländer zu vertreiben, änderte nichts, wenn Indien behielte, was sie mitgebracht haben. Ob der Feind ein Volk ist oder eine Lebensweise, entscheidet darüber, wie Freiheit überhaupt aussehen könnte.
Der Herausgeber misst die moderne Zivilisation an dem, was sie Fortschritt nennt: Hosen statt Felle, Felder, die mit Dampf gepflügt werden, ein Brief für einen Penny, Maschinen, die den Menschen den Gebrauch von Händen und Füßen ersparen sollen. So gemessen sei sie eine Krankheit, die sich selbst zerstören werde, und Indien habe sich freiwillig angesteckt: durch den Handel mit der Kompanie, das Tuch aus Manchester, die Streitsachen vor englischen Gerichten. Eisenbahn, Anwälte und Ärzte sind seine drei Belegstücke, und jedes vermehrt gerade das Übel, das es zu heilen vorgibt.
- Kolonialismus
- Zivilisation
- Technik
- Nationalismus
- Nationale Identität
- Berufsethik
- Armut
- Politische Legitimität
Ins Gespräch kommen
- Ihr Leser will die Engländer loswerden, ihre Eisenbahnen, Gerichte und ihr Parlament aber behalten. Warum heißt das für Sie, die Natur des Tigers ohne den Tiger zu wollen?
- Nicht die Engländer hätten Indien genommen, sagt Ihr Herausgeber, die Inder hätten es ihnen gegeben. Kommt eine Eroberungsmacht damit nicht viel zu billig davon?
- Die Eisenbahn hat Ihrer Darstellung nach die Pest verbreitet und Indiens heilige Orte entheiligt. Was ist falsch daran, eine Pilgerreise leicht zu machen?
- Jemand isst zu viel, nimmt die Pillen des Arztes, fühlt sich wohl und isst wieder zu viel. Weshalb schadet ihm die Heilung Ihrer Ansicht nach?
- Das englische Parlament, die sogenannte Mutter der Parlamente, nennen Sie eine unfruchtbare Frau und eine Prostituierte. Womit hat eine gewählte Versammlung solche Worte verdient?