Warum die Philosophie mit zu Tisch gehört
Soll vergessen werden, was beim Wein gesagt wurde, oder soll man es aufschreiben? Plutarch stellt sich zu Platon, Xenophon und Aristoteles: Ein Gelage ohne Philosophie ist schlimmer dran als eines ohne Lampe.
Ein Sprichwort sagte, ein Zechgenosse mit gutem Gedächtnis sei verhasst. Plutarch hält seinem Freund Sosius Senecio entgegen, dass Platon, Xenophon und Aristoteles alle festgehalten hätten, was bei Tisch gesagt wurde, und er werde es ebenso tun. Am schärfsten fasst es die Vorrede zum achten Buch: Nimmt man die Lampe weg, benehmen sich anständige Gäste im Dunkeln nicht schlechter, doch kein Licht rettet ein Gelage, das der Unbildung verfallen ist. Das neunte Buch zeigt, wie hitzig es werden kann: beim Musenfest seines Lehrers Ammonios, wo der Wettstreit der Lehrer mit jedem Becher heißer wurde.
- Symposion
- Gespräch
- Wein
- Rausch
- Gastfreundschaft
- Freundschaft
- Humor
- gesellschaftliche Etikette
- Mäßigung
- Lust
Ins Gespräch kommen
- Ein Abendessen unter Freunden gleitet immer wieder in Klatsch oder betretenes Schweigen ab. Was würden Sie mitbringen, um es zu retten?
- Man trinkt, um abzuschalten, nicht um geprüft zu werden. Verdirbt Philosophie beim Gelage nicht gerade den einen freien Abend?
- Lehrer der Grammatik, Geometrie, Rhetorik und Musik sitzen beisammen, und mit jedem Becher wird der Wettstreit hitziger. Geht da ein Abend schief oder gerade gut?
- Paullus Aemilius, der römische Feldherr, der König Perseus besiegte, sagte, dieselbe Kunst schaffe ein furchtbares Heer und ein angenehmes Fest. Was haben beide gemeinsam?
- Ihr Bruder Timon ließ die Gäste sich selbst setzen, und ein eitler Fremder fand keinen Platz seines Ranges. Sollte ein Gastgeber die Plätze zuweisen?