Der Wettstreit an Janakas Hof
Wer unter den Gelehrten kennt wirklich das Brahman, die letzte Wirklichkeit, und was gälte als Beweis? Ein Preis aus Kühen macht diese Frage zu einem öffentlichen Prüfverfahren, in dem ein Fehltritt den Kopf kosten kann.
Jeder Herausforderer bringt das Wissen seines Fachs mit: Der Priester des Königs fragt nach dem Opfer, andere nach den Sinnen, dem Tod und den Welten. Yājñavalkya trägt jede Frage über ihre eigenen Begriffe hinaus, vom Ritual zu den Kräften von Rede, Auge und Atem und von Tausenden Göttern hinab zu einem. Gārgī dringt am weitesten vor, bis zu dem, worin alle Welten verwoben sind, und erhält das Unvergängliche zur Antwort, das weder Größe noch Eigenschaft hat und doch Sonne und Mond an ihrem Ort hält. Śākalya, der nicht aufhört, geht zugrunde.
- Debatte
- Wissen
- Ritual
- Kosmologie
- Atem
- Sprache
- Metaphysik
Ins Gespräch kommen
- Janaka setzt tausend Kühe für den weisesten seiner Priester aus. Sie lassen Ihren Schüler sie heimtreiben und sagen, Sie wollten bloß die Kühe. Wozu diese Herausforderung?
- Gārgī fragt, worin das Wasser verwoben ist, dann der Wind, dann Welt um Welt, bis Sie warnen, ihr Kopf werde abfallen. Wo muss das Fragen enden?
- Gārgī kehrt zurück wie ein Bogenschütze mit zwei aufgelegten Pfeilen. Gefragt, was Sonne und Mond auseinanderhält, warum antworten Sie mit etwas ohne Größe, Farbe oder Atem?
- Śākalya lässt Sie die Götter zählen, bis von Tausenden nur einer bleibt, der Atem. Warum geht Śākalya zugrunde, als er Ihre letzte Frage nicht beantworten kann?
- Im Tod geht die Rede ins Feuer, der Atem in den Wind. Als Ārtabhāga fragt, wo der Mensch dann bleibt, warum antworten Sie ihm nur unter vier Augen?