Beweis vor dem König
Wie soll ein Gericht herausfinden, was zwischen zwei Menschen geschah, die beide behaupten, im Recht zu sein? Davon hängt ab, ob Recht auf Beweisen ruht, die ein Richter abwägen kann, oder auf einem Zeichen der Götter.
Das zweite Buch macht aus dem dharma ein Gerichtsverfahren vor dem König und seinen Beisitzern. Die Rangfolge der Beweise ist ausdrücklich: zuerst Urkunden, Besitz und Zeugen, ein Gottesurteil nur, wo all das versagt. Darum herum stehen Regeln, genau genug, um sie anzuwenden, vom Zins, den ein Gläubiger nehmen darf, bis zur Reihenfolge, in der Erben den Nachlass eines sohnlosen Mannes antreten, Witwe und Töchter zuerst. Selbst das Scheitern eines Königs wird erklärt, denn Schicksal sei nichts als seine eigene Mühe aus einem früheren Leben.
- Recht
- Beweis
- Strafrecht
- Strafe
- Königtum
- Erbschaft
- Eigentumsverhältnis
- Familienrecht
- Schuld
Ins Gespräch kommen
- Urkunden, Besitz und Zeugen sind für Sie die Beweismittel, und ein Gottesurteil kommt nur, wo alle drei versagen. Wozu überhaupt noch ein Gottesurteil?
- Stirbt ein Mann ohne Sohn, steht seine Frau an erster Stelle der Erben, dann die Töchter. Weshalb erbt die Witwe vor seinen Eltern und Brüdern?
- Ein König müht sich nach Kräften, und doch scheitern seine Pläne. Ist das Schicksal oder, wie Sie meinen, seine eigene Mühe aus einem früheren Leben?
- Ein Gläubiger mit Pfand darf monatlich ein Achtzigstel der Summe als Zins nehmen. Warum legt ein Buch über dharma, rechtes Handeln, überhaupt einen Zinssatz fest?