Vier Arten, einen Garten zu bewässern
Wie viel am Beten ist eigene Mühe, und wie viel wird einfach geschenkt? Teresa antwortet, indem sie zusieht, wie die Arbeit des Gärtners bis auf nichts schrumpft.
Beten heißt für Teresa zuerst Freundschaft: bei dem verweilen, von dem wir wissen, dass er uns liebt. Sein Wachsen beschreibt sie an vier Arten, einen Garten zu bewässern. Eimer aus dem Brunnen sind die Mühe der Anfänger, ein Schöpfrad bringt mehr Wasser für weniger Arbeit, ein zugeleiteter Bach lässt dem Gärtner wenig zu tun, und der Regen, den Gott schickt, tut alles. Gegen Bücher, die Fortgeschrittenen rieten, jedes körperliche Bild hinter sich zu lassen, hält sie fest: Der Weg führt durch das menschliche Leben Christi, nie an ihm vorbei.
- Gebet
- Kontemplation
- Göttliche Gnade
- Gnade
- Standhaftigkeit
- Mystische Erfahrung
- Andacht
- Glauben
Ins Gespräch kommen
- Ihr Gebetsgarten wird zuerst mit Eimern aus dem Brunnen bewässert, zuletzt vom Regen. Was bleibt dem Gärtner zu tun, wenn es regnet?
- Jemand beginnt zu beten und findet es so mühsam, wie Eimer aus einem tiefen Brunnen zu ziehen. Warum drängen Sie ihn, nicht aufzuhören?
- Manche Bücher rieten Fortgeschrittenen, jedes körperliche Bild beiseitezulassen, sogar Christus als Menschen. Weshalb macht dieser Weg Ihrer Erfahrung nach trocken wie ein Stock?
- Kleine Esel, die mit geschlossenen Augen ein Schöpfrad drehen, holen Ihnen zufolge mehr Wasser herauf als ein fleißiger Gärtner. Was wissen sie, das er nicht weiß?
- Selbst nach Gottes Regen kann der Boden wieder austrocknen und der Garten verloren gehen. Wodurch kann eine so große Gnade vergeudet werden?