Wer weiß, dass Dinge sind
Lässt sich irgendetwas wirklich oder auch unwirklich nennen, ohne jemanden, dem es erscheint? Davon hängt ab, ob ein bewusstes Selbst ein Ding unter anderen ist oder der Grund, auf dem alle anderen stehen.
Utpaladeva antwortet einem Gegner, für den es kein bleibendes Selbst gibt, nur einen Strom vorübergehender Erkenntnisse, und für den wirklich ist, was eine Wirkung hervorbringen kann. Er kehrt diesen Prüfstein gegen seinen Urheber: Eine Wirkung zählt nur für jemanden, der sie bemerkt, also sind Sein und Nichtsein Weisen, wie ein Ding einem Erkennenden erscheint. Leblose Dinge stehen nur fest, indem sie in einem Erkennenden ruhen, der nicht leblos ist, in dem, der „Ich“ sagt, und die letzten Verse erklären diesen Erkennenden für einen einzigen.
- Bewusstsein
- Selbstwahrnehmung
- Nondualismus
- Selbstheit
- Erkenntnistheorie
- Handlungsmacht
- Verursachung
- Verkörperung
- Subjektivität
- Wahrnehmung
- Idealismus
- Existenz
- Weltordnung
- Bindung und Befreiung
- Unwissenheit
- Freiheit
- Objektivität
- Wissen
- Māyā
- Erscheinung und Wirklichkeit
- Erfahrung
- Augenblicklichkeit
- Eigennatur
- Manifestation
- Wirklichkeit und Unwirklichkeit
Ins Gespräch kommen
- Ihr Gegner eröffnet das Buch: Ein bewusstes Wesen und ein Stein unterscheiden sich an sich nicht mehr als Sein und Nichtsein. Wo irrt er?
- Sein ist für Sie gar kein Merkmal des Dinges, sondern eine Weise, wie es einem Erkennenden erscheint. Was bleibt von einem Ding, das niemand bemerkt?
- Wirklich ist für Ihren Gegner, was eine Wirkung hervorbringen kann. Weshalb zählt eine Wirkung Ihrer Ansicht nach nur für jemanden, der sie wahrnimmt?
- Jeder von uns lebt als kleines Selbst, an einen Körper gebunden und vom Atem gehalten. Wie kann derselbe Erkennende zugleich der unbegrenzte sein?
- Viele Menschen, viele Geister, unzählige Blickwinkel: Woraus schließen Sie, dass hinter ihnen allen letztlich nur ein einziger Erkennender steht?