Der Spiegel des einen Geistes
Jede Lehre des Buddha ist für Yanshou ein Bild in einem einzigen Spiegel. Stimmt das, dann streiten die Schulen nur zwischen Spiegelbildern, und es kommt darauf an, das Glas zu sehen und nicht nur die Bilder.
Das Vorwort nennt den Plan: den einen Geist zur Quelle nehmen und ihn die zahllosen Dinge spiegeln lassen wie ein Spiegel. Yanshous Spiegel tut nichts und zeigt doch das Eckige eckig und das Runde rund, und alle Dinge spiegeln einander wiederum wie Gläser, die einander gegenüberstehen. Aus der Huayan-Lehre entlehnt er das Netz des Gottes Indra, in dem jedes Juwel alle anderen enthält, um zu sagen, dass ein Augenblick des Geistes das Ganze umfasst. Sein Gegner ist jede Schule, die ihr eigenes Bild für den Spiegel hält.
- Ein Geist
- Geist
- Soheit
- Buddhanatur
- gegenseitige Durchdringung
- Nichtzweiheit
- Leerheit
- Wahrnehmung
- Buddhaschaft
Ins Gespräch kommen
- Ein Spiegel zeigt Eckiges eckig und Rundes rund, ohne etwas zu tun. Weshalb machen Sie gerade das zum Bild des einen Geistes?
- Alle Dinge spiegeln einander, schreiben Sie, wie Spiegel, die einander gegenüberstehen, ohne die eigene Gestalt zu verlieren. Wo beginnt dann überhaupt ein einzelnes Ding?
- Wenn der eine Geist die einzige Quelle ist, wozu lehren die Schriften dann so viele Wege, jedes Sutra mit eigener Quelle?
- Jemand erlebt sich zerrissen zwischen Rollen, Launen und Meinungen, die nie zusammenpassen. Was änderte sich, sähe er sie als Bilder in einem Spiegel?
- Im Netz des Gottes Indra enthält jedes Juwel alle anderen, und jedes davon wieder alle. Was folgt daraus für einen einzigen Augenblick des Geistes?