Wenn der Geist Buddha ist, wozu üben?
Jeder Einwand im Buch ist eine Spielart desselben Gedankens: Ist der Geist schon Buddha, ist Mühe gegenstandslos. Ob die Einsicht, dass das Ziel schon da ist, die Übung beendet oder gerade ihr Grund ist, beantwortet Yanshou auf hundert Weisen.
Sein Gegner ist der Übende, der in der Leere sitzt und das wahre Kultivierung nennt, und Yanshou lässt ihn gut sprechen: Auch das Gute sei keine Befreiung, der wahre Leib sei schon klar, warum also nicht absichtslos dahintreiben? Die Antworten drehen die Voraussetzung um. Gerade weil der Geist Buddha ist, übt man, denn Eisen, in dem kein Gold steckt, ergibt nie Gold, so lange man es auch schmiedet. Ein Juwel kann von Natur klar sein und braucht doch, dass man das Erz abschabt. Prinzip und Übung sind weder eins noch zwei.
- spirituelle Praxis
- Praxis
- Meditation
- Leerheit
- Nichtzweiheit
- Buddhaschaft
- Buddhanatur
- Erwachen
- heilsame Mittel
Ins Gespräch kommen
- Gerade weil der Geist schon Buddha ist, antworten Sie, übt man. Wie wird ein schon erreichtes Ziel zum Grund, sich zu mühen?
- Eisen ohne Gold darin wird nie zu Gold, so lange man es auch schmiedet. Was sagt dieses Bild aus der Schmiede über Menschen, die nie üben?
- Ihr Einwender sagt, gute Taten seien von der Befreiung so weit entfernt wie schlechte, denn beides seien Gedanken. Warum bestehen Sie darauf, das Gute zu wählen?
- Jemand meditiert seit Jahren, und nichts hat sich verändert. Wonach würden Sie in seiner Art zu üben suchen?
- Wenn Personen und Dinge leer sind und niemand wirklich handelt, wer tut dann all diese guten Taten?