Vernunft gegen ererbte Macht
Kann eine Verfassung allein durch ihr Alter gerechtfertigt werden, oder muss sich Herrschaft vor Vernunft, Gerechtigkeit und Menschenrechten verantworten? Der Streit reicht von Burkes Lob des Jahres 1688 bis zu den Privilegien, die Besitz und Herkunft noch immer sichern.
Wollstonecraft antwortet Edmund Burke, indem sie das Recht vom Erbe trennt: Eigentum verdient Achtung, wenn es erworben wurde, nicht wenn die Geburt es sichert, und eine alte Verfassung entgeht der Kritik nicht dadurch, dass sie alt ist. Sie greift auch die Rhetorik an, die die Schwäche schön und die Macht erhaben macht, und zeigt, was diese Ästhetik zulässt, sobald man sie auf eine Königin, eine Nation oder eine Frau anwendet. Ihr Argument kehrt das politische Urteil gegen Überlieferung, Rangordnung und jene Eitelkeit, die die Gewohnheit für Gerechtigkeit hält.
- Vernunft
- Tugend
- Moralität
- Rhetorik
- Gerechtigkeit
- Eigentumsverhältnis
- Freiheitsrecht
- Tradition
- Eitelkeit
- Autorität
- Geschichte
- Verdienst
- Heuchelei
- Einbildungskraft
- Empfindungsvermögen
- Erkenntnistheorie
- Soziale Hierarchie
- Gewohnheit
- Wahrheit
- Rechtsansprüche
- Armut
- Gleichheit
- Religion
- Aristokratie
- Erziehung
- Menschenrechte
- politische Reform
- Eigentumsrechte
- Sklaverei
- Soziale Ungleichheit
Ins Gespräch kommen
- Wenn Macht schön erscheint, worauf sollte ein Mensch bei denen achten, die sie schwach macht?
- Wenn ererbte Rechte keines Verdienstes bedürfen, warum nennt man sie Rechte und nicht Privilegien?
- Wo endet die Ehrfurcht vor einer Verfassung, und wo beginnt die Unterwerfung unter überkommene Autorität?
- Auf welchen Trost muss ein privilegierter Mensch verzichten, bevor Gleichheit als Gerechtigkeit erscheinen kann?