Freiheit nach dem Despotismus
Das Buch fragt, wie ein Volk, das durch Jahrhunderte der Unwissenheit und Unterwürfigkeit geprägt wurde, die Freiheit annehmen kann, ohne die Gewohnheiten seiner Herrscher zu wiederholen. Von der Antwort hängt ab, ob die Gewalt der Revolution von 1789 ihre Prinzipien verurteilt oder den Schaden offenlegt, den die Monarchie hinterlassen hat.
Die Grausamkeit der Revolution gehört für Wollstonecraft in erster Linie dem alten Regime, das die Menschen in Abhängigkeit, Eitelkeit und höfischen Manieren schulte, ehe die Freiheit kam. Ihr Gegner war Burke. Sie schreibt 1794 in Frankreich, mitten im Terror, und weigert sich, die gegenwärtige Gewalt das politische Versprechen von 1789 auslöschen zu lassen oder der britischen Meinung zuzugestehen, der französische Charakter sei die Ursache. Die Darstellung bricht im Oktober 1789 ab, als Frauen den König von Versailles nach Paris holen; unvollendet lässt sie die Reform als Aufgabe stehen und nicht als errungenen Triumph.
- Freiheitsrecht
- Souveränität
- Despotismus
- politische Reform
- Politische Legitimität
- Gerechtigkeit
- Volksmeinung
- Vernunft
- Zivilisation
- Konstitutionalismus
- Reform
- Monarchie
- Revolution
- Moralität
- Rhetorik
- Vorstellung
- Eitelkeit
- Exekutivgewalt
- Patriotismus
- Privileg
- Sozialer Wandel
- Rechenschaftspflicht
- politische Strategie
- politische Stabilität
- Legitimität
- politische Psychologie
- Volkssouveränität
- politische Gewalt
- Aristokratie
Ins Gespräch kommen
- Was darf ein Mensch von der Freiheit erwarten, wenn ihn jahrelanger Gehorsam daran gewöhnt hat, das Urteil anderer zu fürchten?
- Wenn der Despotismus die Gewohnheiten eines Volkes geprägt hat, entschuldigt diese Geschichte dann die Gewalt der Revolution?
- Welche Geduld muss die Freiheit von einem befreiten Volk verlangen, das sich noch nicht gut selbst regieren kann?
- Wie ließe sich, wenn auf die Emanzipation politische Unordnung folgt, ein ererbter Schaden von einem Scheitern der Revolution unterscheiden?
- Was kostet es, 1789 zu verteidigen, wenn jede Verhaftung und jede Hinrichtung Burkes Urteil zu bestätigen scheint?