Kein Produzent steht allein
Lässt sich Produktion begreifen, wenn man mit einem einzelnen Menschen in der Natur beginnt? Die Einleitung von 1857 verneint das, und damit zerfällt auch die säuberliche Reihe der Ökonomen aus Herstellen, Verteilen, Tauschen und Verbrauchen.
Adam Smith und Ricardo beginnen mit dem vereinzelten Jäger und Fischer; Marx nennt ihn eine Einbildung des achtzehnten Jahrhunderts, das Bild, das sich eine Gesellschaft der freien Konkurrenz von ihrem eigenen Ursprung macht. Vereinzeln kann sich der Mensch nur in der Gesellschaft, so wie eine Sprache nur unter Menschen entsteht, die miteinander reden. Von dort geht er die Stationen der Lehrbücher durch: Im Essen produziert der Mensch seinen eigenen Leib, eine Eisenbahn, auf der niemand fährt, ist nur der Möglichkeit nach eine, und wie das Produkt verteilt wird, folgt daraus, wie die Menschen an der Produktion teilnehmen.
- Produktion
- Konsum
- Verteilung
- Austausch
- soziale Beziehungen
- Bedürfnisse
- Bürgerliche Gesellschaft
- Produktionsverhältnisse
- soziale Reproduktion
Ins Gespräch kommen
- Die Ökonomen Smith und Ricardo beginnen mit dem vereinzelten Jäger und Fischer. Weshalb ist er eine Erfindung des achtzehnten Jahrhunderts und nicht der Anfang der Geschichte?
- Der Mensch, schreiben Sie, ist ein Tier, das sich nur in der Gesellschaft vereinzeln kann. Ist dann der Mensch, der alles sich selbst verdankt, eine Täuschung?
- Eine Eisenbahn, auf der niemand fährt, ist nur der Möglichkeit nach eine, und ein Kleid wird erst durchs Tragen zum Kleid. Was fügt der Gebrauch dem Herstellen hinzu?
- Hunger, den gekochtes Fleisch mit Gabel und Messer stillt, ist ein anderer als jener, der rohes Fleisch mit Hand und Zahn verschlingt. Wodurch formt Produktion selbst das Bedürfnis?
- Viele Reformer wollen die Produktion unangetastet lassen und nur ihre Früchte gerechter verteilen. Warum ist schon in der Produktion entschieden, wie das Produkt verteilt wird?