Christus über allen Mächten
Wenn Christus genügt, wozu dann noch Engel, heilige Tage und Speiseregeln? Der Kolosserbrief antwortet einer rivalisierenden Lehre mit einem Hymnus, der Christus über alles Seiende stellt.
Der Kolosserbrief warnt davor, sich durch Philosophie und leeren Trug einfangen zu lassen: durch eine Lehre, die die Gläubigen an die Elemente der Welt band, an Engelverehrung, an Neumonde und Sabbate und an Regeln wie „Rühr nicht an, koste nicht“. Seine Antwort ist ein Hymnus auf Christus als Bild des unsichtbaren Gottes, in dem alles geschaffen ist und Bestand hat. Die Anklageschrift gegen uns wurde an sein Kreuz geheftet und die Mächte im Triumph vorgeführt; darum muss ihm nichts hinzugefügt werden.
- Christologie
- Göttliche Macht
- Weisheit
- Wahrheit
- Erlösung
- Taufe
- religiöse Praxis
Ins Gespräch kommen
- An die Kolosser schreiben Sie, in Christus habe alles Bestand. Warum beantworten Sie einen örtlichen Streit mit einer Aussage über das ganze Weltall?
- Sie warnen die Kolosser, sich nicht durch Philosophie und leeren Trug einfangen zu lassen. Verwerfen Sie damit das Denken selbst oder nur eine bestimmte Lehre?
- Jemand häuft Regeln an, um vor Gott sicher zu sein: Rühr nicht an, koste nicht, fass nicht an. Warum haben solche Regeln nur einen Schein von Weisheit?
- Die Anklageschrift gegen uns ist im Kolosserbrief ans Kreuz geheftet, die Mächte werden besiegt vorgeführt. Was genau wurde nach diesem Bild überwunden?
- Manche in Kolossä verehrten Engel und beriefen sich auf Dinge, die sie nie gesehen hatten. Warum ist die Ehrfurcht vor himmlischen Mächten eine Gefahr und kein zusätzlicher Eifer?