Ein Gott, der Körper ist
Hat ein Philosoph, der nur Körper gelten lässt, noch Platz für Gott? Hobbes macht auch Gott zum Körper und gibt den Vorwurf des Atheismus an den Bischof zurück, der ihn erhoben hat.
Bramhall hatte behauptet, wer Geister ohne Körper leugne, leugne Gott. Hobbes gibt die Voraussetzung für sich zu und bestreitet den Schluss: Ein Geist ist ein dünner, flüssiger, unsichtbarer Körper, und Gott ist der reinste von allen. Was keinen Körper hat, ist nirgends, also läuft gerade der ausdehnungslose Gott des Bischofs auf nichts hinaus. Als Zeugen nennt Hobbes die Schrift, in der das Wort „unkörperlich“ nicht vorkommt, und Tertullian. Dasselbe gilt für die Seele. Sie ist kein eigenes Ding, das den Leib von Natur überlebt. Die Toten leben wieder, wenn Gott sie auferweckt, und die Verdammten sterben einen zweiten Tod.
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Ins Gespräch kommen
- Der Bischof meint, wer körperlose Geister leugne, leugne Gott, und Sie erwidern, was keinen Körper hat, sei nichts. Warum führt gerade sein Gott zum Atheismus?
- Ist Gott ein Körper, so hat er Teile, und ein teilbarer Gott ist nach dem Einwand des Bischofs kein Gott. Was antworten Sie ihm?
- Sie berichten, klares Mineralwasser habe Flusswasser milchweiß gefärbt. Warum hilft Ihnen dieser Anblick zu erklären, wie ein körperlicher Gott überall wirken kann?
- Die Schrift sagt, Gott allein sei unsterblich, also bestreiten Sie, dass die Seele von Natur fortlebt. Was wird aus einem Menschen zwischen Tod und Auferstehung?
- Atheismus nennen Sie eine Sünde aus Unwissenheit, einen Fehlschluss, und doch ist Ihnen keine gesetzliche Strafe dafür zu hart. Wie passen diese beiden Urteile zusammen?