Ein Beweger, ein Geist
Von allen Streitfragen der Zeit lohnt nur eine, Partei zu ergreifen: ob es einen Gott gibt. Die Antwort liefern die gleichförmigen Gesetze der Natur, die auf eine einzige Intelligenz verweisen und nicht auf blinde Materie oder rivalisierende Mächte.
Das Argument steigt von den Wirkungen zur Ursache auf, analytisch, denn Gott aus ersten Prinzipien zu beweisen, scheint unsere armen Begriffe zu übersteigen. Die Schwerkraft gilt auf jedem Himmelskörper, und Eiche und Nussbaum haben sich nie verabredet, auf dieselbe Weise zu wachsen: also ein Beweger. Braucht ein Wachsmodell eines Tieres einen geschickten Künstler, dann auch das lebende Original. Unendlich ist dieser Geist freilich nirgends bewiesen. Er ist überall dort, wo etwas existiert, und nichts zwingt uns, seinen Thron in einen leeren, eingebildeten Raum zu stellen.
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Ins Gespräch kommen
- Im Russisch-Türkischen Krieg und im Opernstreit ergreifen Sie keine Partei, wohl aber in der Frage, ob Gott existiert. Warum darf gerade sie nicht offen bleiben?
- Mars und Saturn haben sich nie verabredet, denselben Gesetzen zu folgen, also muss ein einziger Geist sie festgelegt haben. Könnten nicht auch zwei Mächte dieselben Gesetze einhalten?
- Niemand bezweifelt, dass ein Wachsmodell eines Tieres einen geschickten Künstler braucht. Wenn schon die Kopie einen Geist voraussetzt, wie könnte dann das lebende Original keinen haben?
- Ihr Gott ist ewig und vernünftig, doch unendlich nennen Sie ihn nicht. Was ändert sich, wenn Gott nur dort gegenwärtig ist, wo überhaupt etwas existiert?