Kausalität, Gewohnheit und Glaube
Wie kann die Erfahrung die Erwartungen rechtfertigen, die Denken und Handeln leiten, wenn sie selbst niemals eine notwendige Verbindung erkennen lässt? Die Antwort entscheidet darüber, ob Wissen auf Vernunft, auf Evidenz oder auf einer Gewohnheit beruht, die die Vernunft nicht beweisen kann.
Die Perzeptionen zeigen, dass ein Ereignis auf ein anderes folgt, nie aber die Notwendigkeit, die beide bindet. Gegen die rationalistische Hoffnung, die Vernunft könne Kausalgesetze begründen, führt Hume den Glauben an Ursachen auf die Gewohnheit zurück: Wiederholte Erfahrung schult den Geist, auf einen Eindruck den anderen zu erwarten. Dem induktiven Schließen fehlt daher der zwingende Beweis, und doch verlässt sich die menschliche Natur weiter darauf. Die Skepsis legt die Lücke zwischen Beleg und Gewissheit offen, ohne gewöhnliches Forschen, Vorhersagen und Handeln aufzuheben.
- Glaube
- Erfahrung
- Skepsis
- Beweis
- Empirismus
- Gewohnheit
- Schlussfolgerung
- Induktion
- Schlussfolgern
- Notwendigkeit
- Zeugnis
- Einbildungskraft
- Wahrnehmung
- Verursachung
Ins Gespräch kommen
- Wenn die Belege eine Überzeugung stets gestützt haben, was berechtigt einen Menschen, mit ihrer Fortdauer zu rechnen?
- Deine Darstellung lässt die Vernunft der Gewohnheit folgen; warum sollte irgendjemand die daraus entstehende Überzeugung Wissen nennen?
- Wenn man akzeptiert, dass Notwendigkeit aus Erwartung hervorgeht, welche Autorität bleibt der wissenschaftlichen Vorhersage?
- Wie kann ein Mensch von außen betrachtet kausales Wissen von einer durch Gewohnheit entstandenen starken Erwartung unterscheiden?