Kann die Natur Gott beweisen?
Wenn die Welt Ordnung erkennen lässt, rechtfertigt diese Ordnung dann den Glauben an einen göttlichen Schöpfer, oder geht die Schlussfolgerung über das hinaus, was die Erfahrung hergibt? Die Antwort entscheidet darüber, ob die natürliche Religion auf Belegen oder auf menschlicher Projektion beruht.
In Philo, Kleanthes und Demea prüft Hume, ob die beobachtete Ordnung die Existenz Gottes, seine Eigenschaften oder seine Absichten begründen kann. Kleanthes hält das Weltall für einer Maschine ähnlich; Philo greift die Analogie an, zieht den Kausalschluss in Zweifel und verweist auf das Leiden als Zeugnis gegen einen gütigen Plan. Der Dialog legt auch den Anthropomorphismus bloß: Der menschliche Geist schreibt der Natur womöglich deshalb Absicht zu, weil er kein anderes Vorbild kennt. Manche Leser sehen in Philo Humes Sprachrohr; andere lesen das Gespräch als bewusst offen gelassen.
- Skepsis
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- natürliche Theologie
- Problem des Bösen
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- Göttliche Attribute
- Verursachung
- Empirismus
- Kosmogonie
- induktives Schließen
- Argument aus Analogie
- Gesunder Menschenverstand
Ins Gespräch kommen
- Wenn Leiden sich jeder Erklärung entzieht, was kann ein Gläubiger dennoch über die göttliche Güte behaupten?
- Die Ordnung in der Natur mag lediglich die Natur widerspiegeln; was berechtigt dazu, sie als Beleg für einen planenden Geist zu betrachten?
- Sobald die Erfahrung die Grenze der Vernunft festlegt, welche religiösen Hoffnungen muss ein Mensch mit größerer Vorsicht hegen?
- Wo endet begründete Ungewissheit und wo beginnt verkleidete Leichtgläubigkeit, wenn die Belege nicht bis zu göttlichen Ursachen vordringen können?
- Der menschliche Verstand sieht überall einen Zweck; wie kann er sich dagegen wehren, das Universum seinen eigenen Absichten ähnlich zu machen?