Philosophie als Wissen, das ein Ganzes wird
Wenn jede Wissenschaft schon ihren Gegenstand hat, was bleibt dann für die Philosophie? Ihre Ergebnisse zu einem stimmigen Ganzen zu verbinden und das, was ist, mit dem, was sein soll.
Sidgwick nennt die Philosophie in einem Sinn die Wissenschaft der Wissenschaften: Sie nimmt Grundsätze, Methode und Ergebnisse jeder einzelnen und stimmt sie mit denen der übrigen ab. Herbert Spencers Wendung vom „vollständig vereinheitlichten Wissen“ behält er bei, wirft Spencer aber vor, nur die Ähnlichkeiten zu betonen, denn eine echte Vereinheitlichung wie Newtons Verbindung fallender Körper mit den Bewegungen des Himmels erklärt auch die Unterschiede. Und die Philosophie muss auch das erreichen, was sein soll, das eine bloß beschreibende Wissenschaft vom Handeln auslässt.
- Philosophie
- Wissenschaftsphilosophie
- Wissenschaftliche Methode
- Wissenschaft
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- Ethik
Ins Gespräch kommen
- Newton zeigte, dass ein fallender Stein und die kreisenden Planeten einem Gesetz folgen. Warum gehört es für Sie zu dieser Leistung, auch ihre Unterschiede zu erklären?
- Die Philosophie hat nach zweitausend Jahren noch immer keinen Konsens der Fachleute. Weshalb ist das für Sie kein Beweis, dass sie gar kein Wissen ist?
- Eine Studentin beherrscht mehrere Wissenschaften und hat doch das Gefühl, sie ergäben kein Bild der Welt. Was fehlt Ihnen zufolge?
- Sie lassen die Theologie aus dem Überblick der Philosophie heraus, bis sie sich unabhängig von ihrer Geschichte darstellen lässt. Warum sollen die Theologen diese Arbeit zuerst leisten?
- Solange die Philosophie eher ein Streben als ein gesicherter Wissensbestand ist, was soll ein Lehrer ihren Studierenden weitergeben: Argumente oder Ergebnisse?