Der kontinuierliche Erfahrungsstrom
Kann die Psychologie Erfahrung messen, ohne sie zunächst in Einzelteile zu zerlegen, wenn Bewusstsein auswählt und immer das Bewusstsein von jemandem ist? Das verändert, was als Beleg gilt.
Die Psychologie muss bei dem beginnen, was die Erfahrung vorlegt, nicht bei Empfindungen, welche die Analyse erfunden hat. James verwirft die Bruchstücke. Gegen den Assoziationismus in Humes Nachfolge und gegen die gemessenen Elemente der deutschen Laboratorien beschreibt er das Bewusstsein als stetigen Strom: Es wählt aus, gehört einem Subjekt und verändert, was folgt. Die Gewohnheit erklärt, wie wiederholtes Tun Kraft gewinnt; das Selbst bleibt zugleich der beschriebene Gegenstand und der Beschreibende. 1890 führten zwei Bände diesen Nachweis in der Breite eines Lehrbuchs. Das Gefühl folgte der körperlichen Veränderung, nicht umgekehrt.
- Wahrnehmung
- Bewusstsein
- Kognition
- Empfindung
- Aufmerksamkeit
- Physiologie
- Gewohnheit
- Gedächtnis
- Instinkt
- Emotion
- Willensakt
- Identität
- Subjektivität
- Selbst
- Assoziationismus
- Assoziation
- Neurophysiologie
- Phänomenologie
Ins Gespräch kommen
- Wenn die Aufmerksamkeit eines Menschen immer wieder abbricht, was verrät sein wechselnder Bewusstseinsstrom über ein Selbst?
- Der Bewusstseinsstrom scheint ein stabiles Selbst unmöglich zu machen; warum sollte irgendjemand diesen Preis akzeptieren?
- Aufmerksam zu sein heißt auszuschließen: Was muss ein Mensch verlieren, wenn das Bewusstsein eine Möglichkeit anderen vorzieht?
- Wie ließe sich Emotion von körperlicher Empfindung unterscheiden, wenn beide ihren Ausgang in körperlichen Veränderungen nehmen?
- Angenommen, ein Mensch hat jahrelang eine bestimmte Reaktion eingeübt: Kann sich sein Charakter durch Aufmerksamkeit noch verändern?