Ein kleines Abbild des Herrschers
Kann der Blick nach innen etwas über Gott lehren? Die ersten beiden Kapitel behaupten, das eigene Selbst sei das einzige Modell göttlicher Herrschaft, das man von innen studieren kann.
Das Buch beginnt mit dem Wort, wer sich selbst kenne, kenne seinen Herrn, und macht daraus eine Methode. Der Geist ist nicht der Körper, regiert ihn aber wie ein Herrscher sein Reich, unsichtbar und an keinem bestimmten Ort. Diese Ordnung ist ein kleines Abbild, jedem Menschen mitgegeben, damit er einen Herrscher begreift, der die Welt regiert, ohne in ihr zu wohnen. Wer die Ereignisse den Sternen oder Hitze und Kälte zuschreibt, gleicht einer Ameise, die eine Feder schreiben sieht und nie an die Hand denkt.
- Selbsterkenntnis
- Gotteserkenntnis
- Seele
- Leib
- Leib und Seele
- Menschennatur
- Analogie
- Schöpfung
- Göttliche Vorsehung
Ins Gespräch kommen
- Jeder Mensch regiert, wie Sie sagen, seinen Körper wie ein Herrscher sein Reich, unsichtbar und an keinem Ort. Warum ist das der beste Hinweis auf Gott?
- Wer sich gut kennt, findet in sich vielleicht nur Begierde und Angst. Warum sollte Selbsterkenntnis zu Gott führen und nicht zur Verzweiflung?
- Schließt man die Augen, verschwinden Welt und eigener Körper, und doch bleibt etwas wach. Was soll ein Leser in diesem Augenblick bemerken?
- Ein Mann jagt dem Stein der Weisen nach und lehnt Säcke voll echtem Gold ab. Warum vergleichen Sie Mystiker, die das Wissen der Gelehrten verachten, mit ihm?
- Eine Ameise sieht eine Feder schreiben und lobt die Feder, nie die Hand. Welche Menschen verhalten sich in diesem Buch wie diese Ameise?