Eine Waage für Argumente
Woran erkennt man einen gültigen Beweis und einen überzeugenden Fehler? Das Buch bietet einen Prüfstein für Theologie, Recht und Philosophie zugleich und ordnet die Ausgangspunkte jedes Arguments nach ihrer Verlässlichkeit.
Die Logik, heißt es zu Beginn, leistet für das Denken, was die Metrik für den Vers und die Grammatik für die Rede leistet: Ohne sie kann ein fehlerhaftes Argument als Beweis durchgehen. Dann ordnet das Buch die Prämissen, von denen ein Argument ausgehen kann: von ersten Wahrheiten und Gesehenem über wiederholte Erfahrung und vielfach überlieferte Tatsachen bis hinab zu bloß geteilten Meinungen und Urteilen der Einbildung, die sich gewiss anfühlen und falsch sind. Erfahrung verdient ihren Platz durch einen verborgenen Schluss: Was so regelmäßig wiederkehrt, kann kein Zufall sein.
- Logik
- Syllogismus
- Demonstration
- Gewissheit
- Schlussfolgerung
- Fehlschlüsse
- Wahrscheinlichkeit
- Induktion
- Wahrnehmung
- Einbildungskraft
- Vernunft
Ins Gespräch kommen
- Was jedes Mal geschieht, kann kein Zufall sein, sagen Sie, und dieser verborgene Schluss macht Erfahrung verlässlich. Wie viele Wiederholungen braucht Gewissheit?
- Manche Urteile der Einbildung fühlen sich so gewiss an wie erste Vernunftwahrheiten und sind doch falsch. Wie ertappt man den eigenen Geist dabei?
- Jemand hört immer wieder dasselbe Gerücht über eine ganze Gruppe, bis es sich wie Wissen anfühlt. Was ist in seinem Denken schiefgegangen?
- Sie vergleichen die Logik mit der Metrik, die einen Vers am Versmaß prüft. Wie klingt ein fehlerhaftes Argument für jemanden, der Logik gelernt hat?