Glück durch Tugend
Was lässt ein menschliches Leben gelingen, wenn Glück, Lust, Reichtum und Ehre allesamt in die Irre führen können? Die Antwort bestimmt, wie Entscheidung, Freundschaft und selbst das rechte Maß an Besitz einem Leben dienen sollen, das auf sein eigentliches Ziel ausgerichtet ist.
Aristoteles macht das Glück zum Ziel des Handelns, ohne es auf ein Gefühl oder einen glücklichen Ausgang zu verkürzen. Gut wird ein Mensch durch eine Haltung, die zwischen entgegengesetzten Fehlern die Mitte wählt, geleitet von Vernunft, Überlegung und freiwilligem Handeln. Tapferkeit und Gerechtigkeit gehören darum zum Handeln selbst, während die Freundschaft prüft, ob ein gutes Leben für sich allein bestehen kann. Die Schlussbücher fügen den Dienst und die Betrachtung Gottes hinzu und messen daran, wann Reichtum oder Ehre zu viel geworden ist. Über vierhundert Jahre lang prägte diese Ethik in acht Büchern das überlieferte aristotelische Bild.
- Tugend
- Freundschaft
- Tugendethik
- Natur
- Nutzen
- Handlungsmacht
- Mut
- Rationalität
- Lust
- Kausalität
- Glück
- Wahl
- Fortuna
- Charakter
- Teleologie
- freiwillige Handlung
- Gut
- Gerechtigkeit
- Erkenntnistheorie
- Menschennatur
- Verlangen
- Zuneigung
- Wissen
- Definition
- Abwägung
- Logik
- Handlung
- Moralpsychologie
- moralische Verantwortung
- praktische Vernunft
Ins Gespräch kommen
- Wenn jemand genug Reichtum und Ehre besitzt, wie soll er beurteilen, ob mehr davon seinem Glück dienen würde?
- Wenn Glückseligkeit das Ziel des Handelns ist, warum sollte Fortuna für ein tugendhaftes Leben weiterhin eine Rolle spielen?
- Wo endet eine mutige Entscheidung und wo beginnt ein selbstsicherer Irrtum, wenn beides überlegt wirkt?
- Was müsste ein Mensch zurückweisen, bevor Ehre und Reichtum aufhören könnten, den Maßstab für ein gutes Leben zu setzen?
- Ein Mensch kann auch allein tugendhaft handeln: Was könnte Freundschaft hinzufügen, das die Tugend eines Einzelnen nicht vermag?