Seinsarten und Schlussfolgerungen
Behält ein Argument seine Geltung, wenn sich sein Gegenstand ändert, und lässt sich überhaupt etwas sagen, ohne zuvor zu klären, um welche Art von Ding es sich handelt? In sechs Abhandlungen und zehn Arten bezieht Aristoteles diese Fragen sowohl auf gültiges Schließen als auch auf die Struktur dessen, was sich sagen lässt.
Aristoteles trennt die Form eines Arguments von den Dingen, über die seine Begriffe zufällig sprechen: Sind alle A B und alle B C, dann gilt der Schluss, was immer A, B und C benennen. Die Kategorien geben dieser formalen Arbeit einen ontologischen Ausgangspunkt und ordnen alles, was sich von einem Subjekt aussagen lässt, in zehn Arten — darunter Substanz, Quantität, Qualität und Relation. So stützt die Sammlung eine Auffassung gegen die Stoa: Die Logik ist ein Werkzeug, das man vor der Philosophie ergreift, und kein Teil von ihr.
- Logik
- Substanz
- Ontologie
- Prädikation
- Kontrarität
- Quantität
- Relationalität
- Gewohnheit
- Klassifikation
- Wandel
- Spezies
- Gattung
- Qualität
- Privation
- Verwandte
- Konträre
- Definition
- Wahrheit
- Opposition
- Grad
- Sprache
- Kategorien
- Zeit
- Raum
- Bewegung
- Priorität
- Relation
- Besitz
- Bejahung und Negation
- Korrelativa
Ins Gespräch kommen
- Wenn ein Mensch fortwährend die Rollen wechselt: Was bleibt in diesem Leben das Subjekt und wird nicht bloß zu einem weiteren Attribut?
- Die zehn Kategorien ordnen, was sich sagen lässt; warum sollte die Ordnung der Rede bestimmen, was existiert?
- Welche Art von Erkenntnis schiebt ein Denker auf später auf, wenn er die Form eines Arguments von seinem Gegenstand trennt?
- Wie kann sich eine Relation von einer Qualität unterscheiden, wenn keine von beiden unabhängig von ihrem Subjekt zu existieren scheint?
- Kann eine gültige Form ein Argument retten, dessen Prämissen nichts Wirkliches beschreiben, oder braucht die Logik mehr als Gültigkeit?