Sein als Sein
Was macht etwas zu einem echten Einzelding und nicht bloß zu einem Haufen Materie, und welche Prinzipien erklären sein Sein? Die Antwort entscheidet darüber, ob Erkenntnis über die wechselnden Erscheinungen hinaus zu den Strukturen vordringen kann, die die Dinge verständlich machen.
Aristoteles nennt diese Untersuchung die erste Philosophie: Sie betrachtet das Seiende schlicht als Seiendes, nicht als lebendig, bewegt oder zählbar. Die Substanz trägt die Darstellung; Form und Materie erklären, was ein Ding ist, Möglichkeit und Wirklichkeit erklären, wie es sich verändern kann, ohne sich selbst fremd zu werden. Eichel und Eiche bezeichnen zwei Stufen eines Seienden. Am Ende gelangt das Argument zu einem Beweger, der Bewegung verursacht, ohne sich selbst zu bewegen, und ewig das Denken denkt.
- Metaphysik
- Ontologie
- Substanz
- Wesen
- Form
- Materie
- Potenzialität
- Wirklichkeit
- Bewegung
- Erste Prinzipien
- Teleologie
- Wandel
- Natur
- Verursachung
Ins Gespräch kommen
- Wenn jemand fragt, was ein Leben zu einer Einheit und nicht bloß zu einer Ansammlung von Episoden macht: Wo sollte man ansetzen?
- Kann die Materie allein etwas zu dem machen, was es ist, oder macht die eigene Auffassung die Form unverzichtbar?
- Wenn die Wirklichkeit als Maß des Seins gelten soll: Was darf dann nicht länger als voll und ganz wirklich gelten?
- Wie lässt sich echte Substanz von einer Ansammlung unterscheiden, deren Teile nur zufällig zusammenbestehen?