Zweifel lässt sich nicht herstellen
Descartes trug der Philosophie auf, mit dem Zweifel an allem zu beginnen und bei dem zu enden, was der einzelne Geist klar findet. Peirce antwortet, ein Zweifel müsse wirklich sein, bevor er etwas ausrichten kann, und der einsame Geist sei die falsche Instanz, um irgendetwas zu entscheiden.
Vier cartesische Anweisungen werden einzeln beantwortet, und ein Bild entscheidet die Sache: keine Kette, die an ihrem schwächsten Glied hängt, sondern ein Kabel aus dünnen, eng gewundenen Fasern. Gewissheit ist nirgends zu haben und erweist sich als entbehrlich, denn die Forschung ist etwas, das eine Gemeinschaft betreibt, und die Übereinstimmung redlicher Forscher ist das einzige Kennzeichen, das eine Wissenschaft hat. Ein Vorurteil gibt man auf, wenn etwas dazu zwingt, nicht auf Kommando.
- Fallibilismus
- Logik
- Schlussfolgerung
- Deduktion
- Induktion
- Hypothese
- Syllogismus
- Fehlschlüsse
- Urteil
- Metaphysik
Ins Gespräch kommen
- Alles am Anfang anzuzweifeln ist Ihnen zufolge so nutzlos, wie zum Nordpol zu reisen, um nach Konstantinopel zu kommen. Was geht schief, wenn jemand Zweifel nur vorgibt?
- Wirklicher Zweifel stellt sich erst ein, wenn etwas ihn erzwingt. Bleibt einem behaglichen Menschen damit nicht jeder Anlass zum Forschen erspart?
- Jemand will seine Überzeugungen ehrlich prüfen, bringt es aber nicht fertig, an dem zu zweifeln, was er weiterhin glaubt. Was soll er stattdessen tun?
- Das Denken soll ein Kabel aus vielen dünnen Fasern sein statt einer Kette, sagen Sie. Heißt das, dass kein einzelnes Argument je etwas entscheiden kann?