Der Kapitalismus als revolutionäre Kraft
Was, wenn das System, das gestürzt werden muss, zugleich die umwälzendste Macht ist, die die Geschichte gekannt hat? Der Leser soll über die Reichweite des Kapitalismus staunen, ehe ihm gesagt wird, er solle ihn beenden.
Die gesamte Geschichte als Klassenkampf lesend, behalten Marx und Engels ihre verblüffendsten Seiten dem Lob vor: Die Bourgeoisie hat jede alte Gewissheit niedergerissen, die Produktion umgewälzt und jede Nation in einen einzigen Markt gezogen — und dabei die Arbeiter herangezüchtet, die sie beenden werden. Die wiederkehrende Krise markiert die Grenze dieser Ausdehnung. Von einem Exilbund in Auftrag gegeben, als 1848 die Revolution nahte, schließt die Schrift mit dem Aufruf an die Arbeiter aller Länder, sich zu vereinigen, und wurde zu einem der meistgedruckten politischen Texte, die je geschrieben wurden.
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Ins Gespräch kommen
- Ein Mensch sieht jede Gewissheit, mit der er aufwuchs, zergehen — Berufe und Gewerbe hinweggefegt: Wer, im Manifest, ist es, der da fegt?
- Jemand fühlt sich seiner Nation verbunden, während seine Arbeit ihn an Fremde rund um den Globus bindet — erklärt dein Satz vom einzigen Markt diesen Zug?
- Du preist die Bourgeoisie als die revolutionärste Kraft überhaupt — warum bist du dann sicher, dass die Arbeiter sie beenden und nicht das System sich endlos erneuert?
- Um ein System zu beenden, das auch Eisenbahnen, Reichtum und einen Weltmarkt gebracht hat — wozu, verlangt das Manifest, sollen die Menschen bereit sein, es zu verlieren?
- Wie unterscheidet sich dein Aufruf, den Kapitalismus zu stürzen, von den Reaktionären, die ihn ebenfalls hassten, aber die alte Welt zurückwollten?