Was ein Name sagt und was ein Schluss beweist
Lehrt ein deduktiver Schluss je etwas, das nicht schon in seinen Prämissen steckt? Mill antwortet, der eigentliche Schluss gehe von Fall zu Fall, und der allgemeine Satz sei eine Notiz, die unterwegs entsteht.
Eigennamen, so Mill, bezeichnen ein Ding, ohne es zu beschreiben: Dartmouth behielte seinen Namen, auch wenn der Fluss Dart seinen Lauf änderte. Allgemeine Namen führen Eigenschaften mit sich, und eine Definition legt nur diese auseinander. Von hier aus greift er den Syllogismus an. Wer behauptet, alle Menschen seien sterblich, hat es vom Herzog von Wellington schon behauptet, also kann der Obersatz den Schluss nicht beweisen. Die Frau im Dorf, die das Kind der Nachbarin so behandelt, wie es ihrer Lucy half, schließt vom Einzelnen aufs Einzelne, und am Ende tut das jeder. Allgemeine Sätze sind Verzeichnisse solcher Schlüsse und Kurzformeln für weitere.
- Logik
- Sprache
- Bedeutung
- Konnotation
- Definition
- Propositionen
- Schlussfolgern
- Schlussfolgerung
- Deduktion
- deduktives Schließen
Ins Gespräch kommen
- Wenn „alle Menschen sind sterblich“ den Herzog von Wellington schon einschließt, was beweist der Syllogismus dann über seinen Tod, das er nicht vorausgesetzt hätte?
- Eine Frau im Dorf behandelt das kranke Nachbarskind nach dem, was ihrer Tochter Lucy half. Warum erkennen Sie in ihr die Art, wie wir alle tatsächlich schließen?
- Falls allgemeine Sätze nur Notizen über Einzelfälle sind, wozu braucht die Wissenschaft sie überhaupt, statt gleich von Fall zu Fall zu schließen?
- In Tausendundeiner Nacht kreidet ein Räuber ein Haus an, und die Magd Morgiana kreidet alle anderen an. Weshalb ist das Ihr Bild dafür, wie ein Eigenname wirkt?