Ein Krieg um die Sklaverei und das Recht zum Aufstand
Verdient ein Volk, das für seine Unabhängigkeit zu den Waffen greift, Sympathie, gleich was es mit ihr vorhat? Mill sagt englischen Lesern, die Antwort liege in der Sache, und die Sache des Südens sei die Ausbreitung der Sklaverei gewesen.
Mill schreibt unmittelbar nach der Trent-Krise, in der England, das ein halbes Jahrhundert lang die afrikanische Küste gegen den Sklavenhandel blockiert hatte, beinahe an der Seite von Sklavenhaltern in den Krieg gezogen wäre. Dann antwortet er den englischen Freunden des Südens. Um Zölle geht der Streit nicht: Die Führer des Südens sagen selbst, es gehe um die Sklaverei, die unter der Baumwolle den Boden erschöpft und neues Land braucht. Der Norden kämpft nur dafür, die Sklaverei einzuschließen, doch das führt zur Befreiung. Ein Aufstand verdient Sympathie nach seinem Ziel. Und ein Krieg für eine gute Sache ist nicht das größte Übel, das eine Nation treffen kann.
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Ins Gespräch kommen
- Der Krieg ist hässlich, schreiben Sie, doch nicht das Hässlichste. Welchen Zustand eines Volkes halten Sie für schlimmer als das Kämpfen?
- Englische Freunde des Südens sagten, der Streit gehe um Zölle. Was in den eigenen Erklärungen der Führer des Südens überzeugte Sie, dass es um die Sklaverei ging?
- Der Norden kämpft nicht für die Abschaffung der Sklaverei, nur gegen ihre Ausbreitung in neue Gebiete. Warum sollten Freunde der Freiheit trotzdem zu ihm halten?
- Mit den meisten Aufständen Ihrer Zeit haben Sie sympathisiert. Warum verdient der Aufstand des Südens, der sich ebenfalls auf ein Recht zur Unabhängigkeit berief, keine Sympathie?
- England hat ein halbes Jahrhundert und große Summen darauf verwandt, den Sklavenhandel zu unterdrücken. Was hätte ein Krieg an der Seite der Konföderation aus alldem gemacht?