Stimmungen, Oberflächen und ein ferner Verlust
Kann jemand das Leben als Ganzes sehen, oder nur durch die Stimmung, in der er gerade ist? Nach dem Tod seines Sohnes zweifelt Emerson, dass selbst der Kummer unter die Oberfläche dringt.
In „Experience“ schreibt Emerson, der Tod seines Sohnes sei ihm wie der Verlust eines schönen Landguts gewesen, mehr nicht, und der Kummer habe ihn nur gelehrt, wie seicht er sei. Von dort aus beschreibt er das Leben als Kette von Stimmungen, jede eine farbige Linse, aufgereiht auf dem Eisendraht des Temperaments. Die Dinge entgleiten den Fingern, wenn man sie am festesten hält. Gegen seine frühere Zuversicht nennt er sieben Herren des Lebens, darunter Täuschung und Oberfläche, und folgert, dass wir inmitten von Oberflächen leben. „Nominalist and Realist“ fügt hinzu, dass jeder Mensch nur einen Teil sieht.
- Erfahrung
- Wahrnehmung
- Menschennatur
- Aufmerksamkeit
- Intuition
- Wissen
- Wahrheit
- Individualität
- Handlungsmacht
- Moralpsychologie
Ins Gespräch kommen
- Der Tod Ihres Sohnes war, schrieben Sie, wie der Verlust eines schönen Landguts, mehr nicht. Warum erreichte Sie der Verlust nicht?
- Wir erwachen auf einer Treppe, mit Stufen unter und über uns, und wissen nicht, wo sie begann. Wie soll man leben, ohne eines der Enden zu sehen?
- Das Leben ist eine Kette von Stimmungen, schreiben Sie, jede eine farbige Linse, die die ganze Welt tönt, solange sie währt. Ist irgendeine Stimmung die wahre?
- Jemand hält einen Menschen oder einen Augenblick am festesten und spürt, wie er entgleitet. Warum nennen Sie dieses Entgleiten den unschönsten Teil unserer Lage?
- „Wir leben inmitten von Oberflächen, und die wahre Lebenskunst ist, gut auf ihnen zu gleiten.“ Ist das Weisheit oder eine Art, nie an etwas Tiefes zu rühren?