Gott schuf die Erde, Menschen schufen Arm und Reich
Gehört Armut zur Ordnung der Dinge, wie ein Bischof gerade gepredigt hatte, oder haben Menschen sie gemacht? Gott gab die Erde allen, antwortet Paine – die Reichen und die Armen haben Menschen gemacht.
Richard Watson, Bischof von Llandaff, hatte über die Weisheit und Güte Gottes gepredigt, der Reiche und Arme geschaffen habe. Paine erwiderte, Gott habe Mann und Frau geschaffen und ihnen die Erde als gemeinsames Erbe gegeben; die Teilung in Reiche und Arme kam später, und Menschen haben sie gemacht. Die Rückgabe des Landes verlangte er nicht. Ackerbau erforderte Privateigentum, weil sich die Verbesserung des Bodens durch Bebauung nicht vom Boden selbst trennen lässt. Doch wer Land besitzt, hat einen Anteil an dem übernommen, was einst allen gehörte, und schuldet den übrigen dafür eine Grundrente.
- Armut
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Ins Gespräch kommen
- Bei den Ureinwohnern Nordamerikas gibt es nichts von dem Elend in Europas Straßen. Warum ist Armut dann ein Erzeugnis des zivilisierten Lebens?
- Wohlstand und Elend, die einander ständig vor Augen treten, gleichen toten und lebenden Körpern, die aneinandergekettet sind. Warum kann niemand neben Elend unbeschwert reich sein?
- Ihnen ist es gleich, wie reich manche sind, solange niemand dadurch ins Elend gerät. Räumen Sie damit ein, dass manche Ungleichheit gerecht ist?
- Landwirtschaft, Künste und Wissenschaft kamen mit dem zivilisierten Leben, und die Armut mit ihnen. Würden Sie wirklich die Rückkehr in den Naturzustand wollen, um sie loszuwerden?
- Das Kind eines Tagelöhners wächst neben einem großen Gut auf und besitzt nichts. Welchen Anspruch auf die Erde hat dieses Kind Ihnen zufolge?