Warum diese schreckliche Tat?
Wenn Wissen besser ist als Handeln, warum muss Arjuna kämpfen? Seine eigene Frage wird zum Beweis, dass die Gītā Wissen und Handeln verschiedenen Menschen zuweist, nie beides einem zugleich.
Manche früheren Kommentatoren lehrten, Freiheit verlange Wissen vom Selbst und Ritualwerke zusammen. Śaṅkara antwortet, Arjunas Frage zu Beginn des dritten Kapitels ergäbe keinen Sinn, hätte Krishna ihm eben noch die Verbindung beider empfohlen. Handeln ohne Begierde nach seiner Frucht, karma yoga, gehört dem, der noch ans Handeln gebunden ist, und es reinigt den Geist. Arjuna, ein Krieger, der das Selbst noch nicht kennt, soll deshalb kämpfen, und auch König Janakas Vollendung durch Werke wird so gelesen.
- Handlung
- Karma-Yoga
- Karma
- Pflicht
- Entsagung
- Ritual
- rituelles Handeln
- Handlungsmacht
- Nichtanhaften
- Gleichmut
Ins Gespräch kommen
- Arjuna fragt, warum er diese schreckliche Tat begehen soll, wenn Wissen doch besser ist als Handeln. Warum ist gerade diese Frage für Sie der Schlüssel zur Gītā?
- Krishna sagt, König Janaka habe durch Handeln die Vollendung erreicht. Warum beweist das nicht, dass auch ein Wissender des Selbst weiter tätig sein darf?
- Jemand arbeitet gewissenhaft und fragt nicht mehr nach dem Lohn. Warum nennt Ihr Kommentar das eine Reinigung des Geistes und noch keine Freiheit?
- Ein Lotosblatt liegt im Wasser, ohne nass zu werden. Warum gilt dieses Bild in Ihrem Kommentar dem, der noch handelt, und nicht dem, der aufgehört hat?
- Die Veden lehren Ihnen zufolge zwei Lebenswege, einen des Wirkens und einen der Abkehr vom Wirken. Wozu braucht Krishnas Lehre an Arjuna beide?