Das Denken, von innen gesehen
Gibt es einen Ort, an dem ein Mensch die Welt von innen kennt und nicht bloß als ihr Bild? Das Buch findet ihn im Denken, der einen Tätigkeit, die wir selbst hervorbringen und bis zu Ende überschauen können.
Gegen die Behauptung, von Schopenhauer bis zu den kritischen Idealisten, die Welt sei nur meine Vorstellung, hält der erste Teil, dass Wahrnehmung und Begriff zwei Hälften einer Wirklichkeit sind und die Wahrnehmung allein nur die eine liefert. Im gewöhnlichen Leben ist das Denken die Ausnahme: das, was wir tun, ohne es zu beobachten. Richtet man den Blick darauf, bringt der Beobachter einmal selbst hervor, was er beobachtet. Erkennen heißt dann, jeder Wahrnehmung durch das Denken den Begriff hinzuzufügen, der zu ihr gehört; die Zweiheit liegt in unserer Organisation, nicht in der Welt.
- Denken
- Erkenntnistheorie
- Wahrnehmung
- Begriffe
- Beobachtung
- Wissen
- naiver Realismus
- Vorstellung
- Idealismus
- Bewusstsein
- Selbstbewusstsein
- Monismus
- Erfahrung
- Subjektivität
- Gedanke
- Metaphysik
Ins Gespräch kommen
- Ein Kind greift nach dem Mond und wird erst eines Besseren belehrt, wenn ein zweiter Blick dem ersten widerspricht. Was leistet das Denken bei dieser Berichtigung?
- Die Physiologen Ihrer Zeit zeigten, wie das Auge Schwingung in Farbe verwandelt. Ist damit nicht entschieden, dass Farbe nur im Sehenden existiert?
- Wir sehen die Äste eines Baumes erst ruhig, dann bewegt, und lassen es nicht dabei. Warum nennen Sie diese Unzufriedenheit den Anfang alles Erkennens?
- Jemand traut seinen Gefühlen über die Welt mehr als seinen Gedanken über sie. Was sollte er nach Ihrer Darstellung des Denkens neu bedenken?