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Rudolf Steiner

Der Philosoph der Freiheit, der den Geist zu schauen meinte

11 Werke · 2.879 Passagen verankert

Lebensdaten
1861–1925
Wikipedia

Der Geist

1882 suchte Joseph Kürschner, Herausgeber einer großen volkstümlichen Reihe deutscher Klassiker, einen Bearbeiter für Goethes naturwissenschaftliche Schriften. Auf Rat von Karl Julius Schröer, Professor für deutsche Literatur an der Technischen Hochschule Wien, vertraute er die Aufgabe einem Einundzwanzigjährigen an. Rudolf Steiner, Sohn eines Bahntelegrafisten, war mit einem Stipendium nach Wien gekommen, um Mathematik und Naturwissenschaften zu studieren; 1883 ging er ohne Abschluss. Goethe hielt ihn fünfzehn Jahre lang fest, ab 1890 im Goethe-Archiv in Weimar, und an Goethe fand er seine Frage. Goethe hatte die Idee in der Pflanze selbst gesucht. Als er Schiller seine Urpflanze skizzierte, erwiderte dieser, das sei eine Idee, nichts Gesehenes. Steiner stellte sich auf Goethes Seite, und aus dieser Entscheidung wuchs die These, die er sein Leben lang verteidigte: Das Denken, genau beobachtet, ist keine Wand zwischen uns und der Welt, sondern der Ort, an dem wir ihr begegnen.

An den Universitäten lehrte man das Gegenteil. Die Kantianer hielten daran fest, dass der Geist nur seine eigenen Vorstellungen erkennt, nie die Welt dahinter. Steiner antwortete ihnen in seiner Dissertation Die Grundfrage der Erkenntnistheorie, die 1891 in Rostock mit der schlechtesten Note angenommen wurde: Den Inhalt des Denkens bringen wir selbst hervor und können ihn bis ans Ende verfolgen – hier wenigstens erkennen wir etwas von innen. Die Philosophie der Freiheit (1894) gründete darauf eine Ethik. Frei ist eine Tat, so das Buch, wenn sie aus einer Idee hervorgeht, die der Handelnde selbst erfasst hat – nicht aus einem Befehl, nicht aus Pflicht im Sinne Kants, nicht aus einem Trieb. Eduard von Hartmann, der Philosoph des Unbewussten, schickte sein Exemplar mit Einwänden übersät zurück. Robert von Zimmermann, dessen Vorlesungen Steiner in Wien gehört hatte, nannte das Buch einen theoretischen Anarchismus, der selbst Nietzsche übertreffe. Von tausend Exemplaren waren bis 1907 rund vierhundert verkauft.

In den 1890er-Jahren schrieb Steiner als Freidenker und berief sich auf Stirner, Nietzsche und den Darwinisten Ernst Haeckel. 1895 veröffentlichte er ein Buch zu Nietzsches Lob. Ab 1897 gab er in Berlin das Magazin für Literatur heraus, das Leser verlor, als er sich in der Dreyfus-Affäre hinter Zola stellte; ab 1899 unterrichtete er an einer sozialistischen Arbeiterbildungsschule.

Die Wende kam 1900. Graf und Gräfin von Brockdorff luden ihn ein, in ihrer Theosophischen Bibliothek in Berlin zu sprechen, zuerst über Nietzsche, dann über die Mystiker. 1902 wurde er Generalsekretär der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft. Seine Autobiografie, die bei seinem Tod unvollendet blieb, nennt die 1890er-Jahre eine Prüfung seiner Seele; die Entwicklung um 1900 führt sie auf ein inneres Erleben von Christi Tod und Auferstehung zurück, das Steiner das Mysterium von Golgatha nannte. Nun war er überzeugt, ein geschulter Geist könne eine geistige Welt so genau wahrnehmen wie die Sinne die physische, und nannte, was dabei herauskam, Geisteswissenschaft. Theosophie (1904) beschrieb den Menschen, der durch wiederholte Erdenleben geht, Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten? druckte die Übungen dazu ab, und Die Geheimwissenschaft im Umriß (1910) entwarf eine Geschichte des Kosmos. Das philosophische Fundament all dessen sah Steiner in Die Philosophie der Freiheit. Ob die Wende ein Bruch war oder sein früheres Denken fortsetzte, ist in der Forschung bis heute umstritten; der Religionshistoriker Helmut Zander betont die Kontinuität. Kein wissenschaftliches Gremium hat die geistigen Befunde anerkannt.

Als Annie Besant, die Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft, den jungen Jiddu Krishnamurti als Träger eines kommenden Weltlehrers herausstellte, verweigerte sich Steiner; im März 1913 löste die Gesellschaft ihre Deutsche Sektion auf. Seine Anhänger hatten da bereits die Anthroposophische Gesellschaft gegründet und den Namen einem Buch Zimmermanns entnommen. In Dornach bei Basel errichteten sie das erste Goetheanum, einen Holzbau.

Das Dauerhafteste entstand nach dem Krieg. Im September 1919 öffnete in Stuttgart eine Schule für die Kinder der Arbeiter von Emil Molts Zigarettenfabrik Waldorf-Astoria. Aus Steiners Vorträgen gingen die anthroposophische Medizin hervor und 1924 die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Adolf Hitler griff ihn 1921 in einem Artikel an; 1922 stürmten Störer bei einem Vortrag in München die Bühne. In der Silvesternacht 1922 brannte das Goetheanum nieder, Polizeiberichte deuteten auf Brandstiftung. Steiner starb am 30. März 1925 in Dornach. Er hatte rund sechstausend Vorträge gehalten.

In diesen Vorträgen liegt sein umstrittenstes Erbe, denn sie enthalten Passagen über Rassen. Eine Kommission, eingesetzt von der Anthroposophischen Gesellschaft in den Niederlanden, kam im Jahr 2000 zu dem Ergebnis, dass sechzehn solcher Stellen in rund 89.000 gedruckten Seiten heute als diskriminierend gelten würden; eine Rassentheorie fand sie im Werk nicht. Der Historiker Peter Staudenmaier, ein Kritiker der Bewegung, findet bei Steiner antisemitische und philosemitische Ansichten nebeneinander. Die akademische Philosophie befasst sich bis heute selten mit Die Philosophie der Freiheit.

Schlüsselbegriffe

Was meint Steiner mit Geisteswissenschaft?

Eine Erkenntnis der geistigen Welt, die nach seiner Auffassung durch Beobachtung gewonnen wird, so genau wie die der Naturwissenschaften, nicht durch Glauben oder Offenbarung. Ihr Werkzeug ist ein geschulter Geist, dessen schlafende Fähigkeiten durch Übung entwickelt wurden. Die Methode, nicht seine eigene Autorität, sollte die Aussagen tragen, und er verankerte sie in der Erkenntnistheorie der 1890er Jahre: Lässt sich das Denken beobachten, so lässt sich die Wahrnehmung erweitern.

Warum beginnt bei Steiner alles mit der Beobachtung des eigenen Denkens?

Weil das Denken das Einzige ist, das wir zugleich hervorbringen und betrachten können; nur dort sind Erkennender und Erkanntes nicht getrennt. Jeder andere Gegenstand tritt von außen heran, das Denken kennen wir von innen. Dieser eine Fall trägt beide Hälften seines Werks: Er beantwortet Kants Grenzen in der Erkenntnistheorie, und er wird zum Vorbild der genauen inneren Beobachtung, die seine spätere Geisteswissenschaft zu erweitern beanspruchte.

Heißt ethischer Individualismus einfach, zu tun, was einem gefällt?

Nein, er ist das Gegenteil der Willkür. Eine Tat aus Laune oder Begierde ist getrieben, und ein Trieb gilt Steiner als ebenso unfrei wie ein Gebot. Eine freie Tat erwächst aus einer Idee, die der Mensch durch sein eigenes Denken erfasst hat und darum versteht. Individuell ist sie, weil keine allgemeine Regel sie vorschrieb; vor Beliebigkeit bewahrt sie, dass sie durchschaut ist.

Was übernahm Steiner von Goethes Art, die Natur zu erforschen?

Die Überzeugung, dass die Idee eines Lebewesens im Lebewesen selbst liegt und dort zu finden ist, wenn man seine Verwandlungen verfolgt. Goethe suchte das Gesetz der Pflanze in ihrer eigenen Metamorphose statt in einem getrennten Reich der Begriffe. Steiner machte diese Methode zum Muster des Erkennens überhaupt und hielt gegen Schillers Einwand daran fest, dass eine solche Idee wirklich wahrgenommen und nicht bloß vom Verstand hinzugefügt wird.

Was ist die Dreigliederung des sozialen Organismus?

Steiners 1919 öffentlich gemachter Vorschlag, dass eine Gesellschaft drei verschiedene Arten von Leben führt und sie nicht als eines lenken darf. Das Geistesleben, also Schulen, Universitäten und Künste, verwaltet sich in Freiheit selbst; die Rechte gehören einem demokratischen Staat, in dem alle gleich sind; die Wirtschaft führen Assoziationen von Erzeugern, Händlern und Verbrauchern, verbunden durch Brüderlichkeit. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit erhalten je einen eigenen Bereich.

Was meint Steiner mit dem Mysterium von Golgatha?

Seinen Namen für Tod und Auferstehung Christi, verstanden als wirkliches Ereignis und nicht als Sinnbild. Die alten Mysterien hatten, so seine Darstellung, Tod und Erwachen im Verborgenen für wenige Auserwählte dargestellt; auf Golgatha geschah dieses Ereignis einmal, offen, in der Geschichte. Eine innere Begegnung damit stellte er ins Zentrum seiner eigenen Entwicklung um 1900, weshalb die Wende jenes Jahres für ihn mehr war als ein Wechsel des Publikums.

Themen eines Geistes

Begriffe, die im hier vorliegenden Korpus gemeinsam wiederkehren, zu Themen gebündelt und danach geordnet, wie viel des Gesamtwerks jedes einnimmt.

Im Denken der Welt begegnen

Ist der Geist in seinen eigenen Bildern eingeschlossen, oder gibt es eine Tätigkeit, in der er die Welt von innen kennt? Alles, was Steiner später behauptete, ruht auf seiner Antwort: Das Denken, genau beobachtet, ist dieser Ort.

Die Nachfolger Kants lehrten, wir erkennten nur unsere Vorstellungen, nie das, was hinter ihnen steht. Steiner gesteht ihnen das Gegebene zu: Die Welt tritt zunächst als ein Bild ohne jeden Zusammenhang auf. Die Zusammenhänge liefert das Denken, eine Tätigkeit, die wir selbst hervorbringen und bis zu ihrem Ende verfolgen können, und Erkennen ist der Akt, der beide Hälften zusammenfügt. Erkenntnis vollendet darum die Wirklichkeit, statt sie abzubilden, und die Idee, die Goethe in der Pflanze suchte, ist dort tatsächlich zu finden. Die Rostocker Dissertation, die das zuerst vertrat, bestand mit der schlechtesten Note.

  • Erkenntnistheorie
  • Wahrnehmung
  • Denken
  • Gedanke
  • Begriffe
  • Beobachtung
  • Wissen
  • Idealismus
  • Erfahrung
  • Vernunft

Freiheit als eigene Tat des Einzelnen

Kann ein Mensch überhaupt frei handeln, oder treiben ihn Gesetze, so fest wie die der Natur? Steiner bindet die Antwort an das Erkennen: Frei ist eine Tat nur, wenn der Handelnde ihren Grund durchschaut hat.

Die meisten Ethiken verlegen den Grund des Handelns nach außen, in ein Gebot, eine Pflicht im Sinne Kants oder einen Trieb. Die Philosophie der Freiheit weist alle drei zurück und nennt, was übrig bleibt, ethischen Individualismus: Eine freie Tat erwächst aus einer Idee, die der Mensch selbst erfasst hat. Ihr Boden ist die Erkenntnistheorie, denn das Denken ist die eine Tätigkeit, die wir bis zu ihrem Ende verfolgen können. Hartmann sah eine unüberbrückbare Kluft zwischen beiden Hälften, Zimmermann einen theoretischen Anarchismus, der Nietzsche überbiete; Steiner nannte das Buch später die philosophische Grundlage von allem, was er lehrte.

  • Freiheit
  • Freier Wille
  • Ethik
  • Individualität
  • Intuition
  • Selbstheit
  • Selbstbewusstsein
  • Menschennatur

Eine Wissenschaft vom Geist

Kann ein geschulter Geist eine geistige Welt so genau wahrnehmen wie die Sinne eine physische? Von etwa 1900 an hielt Steiner das für möglich und wollte als Forscher dieser Welt beurteilt werden, nicht als ihr Gläubiger.

Geisteswissenschaft, wie Steiner sie nannte, sollte die Methode der 1890er Jahre fortführen, nicht preisgeben: dieselbe genaue Beobachtung, gerichtet auf das, was die Sinne nach seiner Auffassung nicht erreichen. Die Theosophie beschreibt den Menschen in neun Gliedern, die Geheimwissenschaft im Umriss eine Geschichte des Kosmos durch Zustände, die er Saturn, Sonne und Mond nennt. Leser hielten ihm vor, andere Wissenschaften bewiesen ihre Sätze, diese stelle sie bloß auf, und er schrieb das erste Kapitel der Geheimwissenschaft um, um ihnen zu antworten. Ob die Wende mit seiner Philosophie brach oder sie fortsetzte, ist bis heute umstritten, und keine wissenschaftliche Institution hat ihre Befunde anerkannt.

  • geistige Wahrnehmung
  • geistige Erkenntnis
  • geistige Wesen
  • Kosmologie
  • Pneuma
  • Metaphysik
  • Natur
  • Bewusstsein

Die Schulung des Erkennenden

Wenn höhere Erkenntnis an Fähigkeiten hängt, die jetzt schlafen, was muss ein Mensch werden, bevor er sie wecken kann? Steiner stellt den Charakter vor die Schau und macht seinen Weg damit zur Übung, bevor er Lehre ist.

Die Übungen, die Steiner für jeden Leser drucken ließ, beginnen mit Ehrfurcht, innerer Ruhe und dem geduldigen Betrachten dessen, was wächst und welkt, und sie stellen eine Regel auf: Jedem Schritt zu verborgenen Wahrheiten sollen drei zu einem besseren Charakter entsprechen. Okkulte Schulung war stets wenigen vorbehalten gewesen; er veröffentlichte sie und begegnete dem Vorwurf gehorteten Wissens, indem er die Methode jedem in die Hand gab. Auch ihre Gefahr benannte er: eine Persönlichkeit, deren Denken, Fühlen und Wollen auseinanderfallen, an der Schwelle als furchterregendes Wesen erlebt.

  • geistige Entwicklung
  • Initiation
  • spirituelle Praxis
  • Selbsterkenntnis
  • Seele
  • Verlangen
  • Emotion
  • Mystik

Ein Geist durch viele Leben

Was macht einen Menschen zu diesem Menschen, wenn die Vererbung nur den Leib erklärt? Steiner antwortet mit wiederholten Erdenleben und gab diese Antwort als ein aus der Biologie gewonnenes Argument aus, nicht als Trost.

Ein Leib erbt seine Gestalt von den Vorfahren; ein Geist aber ist, so Steiner, eine eigene Gattung, und seine Biographie lässt sich darum nur aus einem früheren Leben desselben Geistes erklären. Die Theosophie begleitet die Seele nach dem Tod durch eine Seelenwelt und ein Geisterland und zurück zur Erde. Derselbe Rahmen trägt seine Deutung des Christentums: Die alten Mysterien hatten Tod und Erwachen im Verborgenen für wenige dargestellt, und in seiner Darstellung brachten Leben und Tod Jesu dieses Geschehen einmal, offen, in die Geschichte. Er nannte es das Mysterium von Golgatha.

  • Wiedergeburt
  • Jenseits
  • Menschliche Entwicklung
  • Verkörperung
  • Individualität
  • Seele
  • Religion
  • Spiritualität

In Zahlen

Werke im Bestand
11
erfasste Passagen
2.879
erfasste Konzepte
1.782
thematische Cluster
5

Konzepte, die zusammen auftreten

Das Rad nimmt die führenden Konzepte dieser Schriften und zeigt, wie oft sie gemeinsam zur Sprache kommen. Je breiter das Band zwischen zweien, desto mehr Passagen sprechen von beiden. Unter ihnen am häufigsten zusammen: „Erkenntnistheorie“ und „Wahrnehmung“.
Konzept-Kookkurrenz, stärkste zuerst 8 Konzepte, verbunden durch 28 Paarungen. 86 Paarungen reichen über diese Konzepte hinaus und werden nicht gezeichnet.
KonzeptVerbundenes KonzeptGemeinsame Passagen
ErkenntnistheorieWahrnehmung97
BewusstseinWahrnehmung39
BewusstseinErkenntnistheorie32
ErkenntnistheorieWissen24
BewusstseinKosmologie21
KosmologieWahrnehmung17
WahrnehmungWissen17
Bewusstseingeistige Entwicklung16
MystikWissen16
SeeleWahrnehmung15
Wahrnehmunggeistige Entwicklung15
Erkenntnistheoriegeistige Entwicklung14
ErkenntnistheorieMystik13
BewusstseinSeele12
ErkenntnistheorieKosmologie9
KosmologieWissen8
Mystikgeistige Entwicklung8
Wissengeistige Entwicklung7
BewusstseinWissen6
Kosmologiegeistige Entwicklung6
KosmologieSeele6
Seelegeistige Entwicklung6
MystikSeele5
BewusstseinMystik4
ErkenntnistheorieSeele2
KosmologieMystik2
MystikWahrnehmung2
SeeleWissen2

Der Bogen eines Werks

Das Gewicht einer Zelle ist der Anteil des Konzepts an den Passagen des Werks; eine Spalte lässt sich daher ebenso von oben nach unten lesen wie eine Zeile von links nach rechts. Am dichtesten: Erkenntnistheorie in Die Grundfrage der Erkenntnistheorie, 75,7 %.

Dichte 0 % 75,7 %

Konzeptdichte je Werk, chronologisch 11 Werke, in der Reihenfolge ihrer Entstehung. 8 Konzeptspalten, nach Gesamtgewicht geordnet. 85 weitere Konzepte liegen außerhalb der gezeigten Spalten.
WerkJahrErkenntnistheorieWahrnehmungWissenMystikgeistige EntwicklungBewusstseinKosmologieSeele
Die Grundfrage der Erkenntnistheorie75,7 %14,6 %13,6 %0 %0 %9,7 %0 %0 %
Die Philosophie der Freiheit24,9 %28,8 %7,3 %0,3 %0 %7,1 %0 %0 %
Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit11,9 %2,5 %6,3 %0,6 %0 %1,3 %0 %0 %
Goethes Weltanschauung18,7 %18,3 %3,6 %2,4 %0 %0,4 %0 %0 %
Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens21,6 %6,1 %19,6 %29,1 %2 %5,4 %3,4 %0,7 %
Das Christentum als mystische Tatsache6,9 %1,1 %9,8 %27 %8 %1,1 %5,7 %14,9 %
Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?5,8 %9,9 %6,8 %1 %26,4 %6,5 %0,7 %1 %
Theosophie13,3 %15,8 %7,5 %0,4 %8,2 %5 %0,7 %24,4 %
Die Geheimwissenschaft im Umriß14,2 %11,3 %4,6 %1,2 %8,7 %15,9 %21,5 %3,4 %
Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit1,2 %0 %2,4 %0 %4,7 %4,7 %17,6 %2,4 %
Die Kernpunkte der sozialen Frage in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft0,3 %0 %0,3 %0 %0 %0,3 %0 %0 %

Werke im Bestand

Titel in deiner Sprache, darunter das Original in Klammern; „dt. etwa“ markiert unsere eigene Übersetzung, wo es keine deutsche Ausgabe gibt. Die seitlichen Marken zeigen, welche Volltexte vorliegen.

FRÜH — GOETHE & DIE ERKENNTNISTHEORIE

  1. 1891 Die Grundfrage der Erkenntnistheorie (Die Grundfrage der Erkenntnistheorie mit besonderer Rücksicht auf Fichte's Wissenschaftslehre)

    Eine Doktorarbeit und das Fundament der Philosophie der Freiheit – auch wenn die meisten Leser sie nur aus dem Buch von 1892 kennen, das sie in sich aufnahm.

    DE

MITTE — FREIHEIT & FREIDENKERTUM

  1. 1894 Die Philosophie der Freiheit

    Das philosophische Zentrum von Steiners Werk, geschrieben in seinen Weimarer Jahren noch vor aller Theosophie – und das Buch, auf das er spätere Leser immer wieder zurückverwies.

    DE
  2. 1895 Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit

    Entstanden zwischen der Philosophie der Freiheit und dem Goethe-Buch, als Steiner sich noch zu Nietzsches Verbündeten zählte und bevor sein Verhältnis zum Nietzsche-Archiv zerbrach.

    DE
  3. 1897 Goethes Weltanschauung

    Das letzte Buch aus Steiners Weimarer Jahren und die Summe seiner Arbeit als Herausgeber von Goethes naturwissenschaftlichen Schriften; die Erkenntnistheorie dazu lieferte Die Philosophie der Freiheit.

    DE

THEOSOPHISCH — GEISTESWISSENSCHAFT & EINWEIHUNG

  1. 1901 Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens

    Das erste Buch, das aus Steiners Vorträgen vor den Theosophen hervorging, noch in der Stimme des naturalistischen Philosophen der 1890er-Jahre geschrieben; Das Christentum als mystische Tatsache folgte aus dem nächsten Vortragszyklus.

    EN
  2. 1902 Das Christentum als mystische Tatsache (Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums)

    Das Buch, das Steiners Wende von der Philosophie zum esoterischen Christentum markiert, zuerst als Vorträge vor den Berliner Theosophen gehalten, in den Monaten, bevor er ihr Leiter wurde.

    EN
  3. 1904 Theosophie

    Begonnen zwei Jahre, nachdem Steiner die Leitung der deutschen Theosophen übernommen hatte – das systematische Fundament, auf dem seine späteren Darstellungen der Einweihung und der Weltentwicklung aufbauen.

    DE
  4. 1904 Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?

    Das praktische Gegenstück zur Theosophie: Jenes Buch beschreibt, was der geschulte Seher zu schauen beansprucht, dieses die Schulung, die dorthin führen soll.

    DE
  5. 1910 Die Geheimwissenschaft im Umriß

    Die umfassendste Einzeldarstellung von Steiners Kosmologie, begonnen innerhalb der theosophischen Bewegung und unter der Anthroposophie weitergeführt, mit vier Vorreden von 1909 bis 1925.

    DE
  6. 1911 Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit

    Steiners zweites Buch über die Christus-Gestalt, neun Jahre nach Das Christentum als mystische Tatsache; es führt die Darstellung weit tiefer in esoterische Behauptungen hinein.

    EN

SPÄT — ANTHROPOSOPHIE & DIE SOZIALE FRAGE

  1. 1919 Die Kernpunkte der sozialen Frage in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft

    Steiners wichtigste schriftliche Äußerung zur Gesellschaft, geschrieben für die Monate nach der deutschen Revolution; schon wenige Jahre später erreichte sie englische Leser als The Threefold Commonwealth.

    DEEN
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— oder zieh weiter zu einem anderen Geist

Zwei Geister gegeneinander antreten lassen

Jede dieser Fragen beantworten die beiden verschieden. Wähle eine, und sie tragen sie aus, beide gestützt auf die hier vorliegenden Texte.