Leib, Seele und Geist
Woraus besteht ein Mensch, wenn nicht nur aus einem Körper? Das Buch antwortet mit einer Karte aus neun Gliedern und stellt das Selbst zwischen das, was der Leib empfängt, und das, was der Geist erfasst.
In Steiners Darstellung begegnet der Mensch der Welt auf dreifache Weise: durch den Leib, der Eindrücke empfängt; durch die Seele, die daraus eigene Gefühle macht; und durch den Geist, der erfasst, was gilt, gleich wem es gefällt. Jedes gliedert sich weiter: physischer Leib, Lebensleib und Seelenleib; Empfindungsseele, Verstandesseele und Bewusstseinsseele; Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch. Das Ich lebt in der Seele als ihr Mittelpunkt. Ein wahrer Gedanke, so das Buch, ist wahr unabhängig davon, wer ihn denkt, und indem die Seele ihn erfasst, berührt sie den Geist.
- Seele
- Pneuma
- Menschennatur
- Verkörperung
- Leib
- Bewusstsein
- Selbstheit
- Individualität
- Emotion
- Gedanke
- Gedächtnis
- Vernunft
- Wahrheit
Ins Gespräch kommen
- Ein Spaziergänger sieht die Farben einer Wiese, freut sich und findet im nächsten Jahr andere Blumen, gewachsen nach denselben Gesetzen. Welche drei Welten sehen Sie darin?
- Wenn Vorlieben und Abneigungen einen Menschen in die eine Richtung ziehen und eine erfasste Wahrheit in die andere: Welcher Teil von ihm spricht da?
- Ein Physiologe Ihrer Zeit würde sagen, Fühlen und Denken seien Arbeit des Gehirns. Wozu braucht es darüber hinaus eine Seele?
- Ein Mensch aus neun Gliedern, dreimal drei, das klingt eher nach einem der Symmetrie zuliebe gebauten System als nach einer Beschreibung. Warum den Zahlen trauen?