Der Geist als entwickelte Korrespondenz
Lässt sich der Geist als etwas erklären, das aus den Anpassungen des Lebens gewachsen ist, statt ihn als Ausgangspunkt vorauszusetzen? Die Antwort entscheidet, ob die Psychologie zur Naturgeschichte gehört und was angeborenes Wissen dann noch heißen kann.
Leben heißt bei Spencer, innere Beziehungen fortwährend an äußere anzupassen, und Intelligenz ist nichts anderes als diese Anpassung, verwickelt geworden. Reflex, Instinkt, Gedächtnis und Vernunft unterscheiden sich dem Grade nach, nicht der Art nach, jedes eine längere Korrespondenz mit der Welt draußen. Damit tritt er zwischen die Empiristen, denen der Geist ein unbeschriebenes Blatt war, und ihre Gegner, für die seine Grundformen vorgegeben waren: Angeboren ist, was die Vorfahren gelernt haben, abgelagert in ererbter Nervenstruktur. Die Vererbung erworbener Erfahrung trägt heute nichts mehr; geblieben ist die Forderung, dem Geist eine Naturgeschichte zu geben.
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Ins Gespräch kommen
- Sie prüfen eine Überzeugung daran, ob sich ihr Gegenteil denken lässt, räumen aber ein, dass manche mit undenkbarem Gegenteil falsch waren. Warum halten Sie am Test fest?
- Der Wille entstehe, sagen Sie, wenn Handlungen zu verwickelt werden, um selbsttätig abzulaufen, und rivalisierende Antriebe wetteifern, bis einer siegt. Ist Wählen nichts weiter als dieser Wettstreit?
- Ein Baum blüht im Herbst, wenn das Wetter warm wird, bemerken Sie. Wie befreien Sehen und Hören die Tiere davon, nur auf die Gegenwart zu antworten?
- Zwischen kühler Vernunft und Leidenschaft gebe es keine Grenze, sagen Sie, denn Gefühl entstehe mit Gedächtnis und Vernunft. Unterscheiden sich eine Rechnung und ein Wutanfall nur im Grad?