Kann Zwang aus der Ferne nützen?
Wenn eine Strafe schon keinen Glauben einpflanzt, darf man sie dann gebrauchen, damit Gedankenlose die Gründe anhören, die es könnten? Proast bejahte das, und Locke muss zeigen, dass auch die maßvolle Fassung der Verfolgung scheitert.
Proasts Vorschlag klingt mild: maßvolle Strafen für alle außerhalb der Landeskirche, nur so lange, bis sie nachgedacht haben. Locke zerlegt ihn nach dessen eigenen Maßstäben. Eine Strafe setzt eine Schuld voraus, und niemand kann zeigen, dass jeder Abweichler das Nachdenken versäumt oder jeder Angepasste es geleistet hat. Die englischen Gesetze bestraften das Fernbleiben vom Gottesdienst und fragten nach nichts weiter. Proast sagt nie, welche Strafen maßvoll sind oder wann einer genug geprüft hat, der Druck endet also erst mit der Anpassung. Und Nützlichkeit gibt kein Recht. Eine Wunde kann zufällig heilen, das macht den Stich nicht zur Arznei.
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Ins Gespräch kommen
- Ein Degenstoß kann zufällig ein verborgenes Geschwür öffnen und ein Leben retten. Warum widerlegt das die Behauptung, Strafen nützten der Religion mittelbar?
- Eine Schlafsucht breitet sich aus, und zur Heilung soll man allen Talarträgern den Kopf scheren. Warum ist es derselbe Fehler, alle Abweichler für Gedankenlosigkeit zu bestrafen?
- Maßvolle Strafen sind alles, was Ihr Kritiker verlangt. Warum kann für Sie keine Strafe maßvoll sein, wo niemand eine Schuld nachgewiesen hat?
- Das englische Gesetz bestrafte das Fernbleiben vom Gottesdienst und fragte keinen Kirchgänger, was er geprüft habe. Was verrät Ihnen das über seinen Zweck?
- Jemand fügt sich äußerlich, um einer Geldstrafe zu entgehen, und denkt nie wieder über Religion nach. Was hat das Gesetz Ihrer Ansicht zufolge bei ihm erreicht?