Was ist das?
Lässt sich die ganze christliche Lehre an einer Frage tragen, die ein Kind stellen kann? Der Kleine Katechismus setzt darauf, und jede Antwort muss in einen Atemzug passen.
Nach jedem Gebot, jedem Artikel und jeder Bitte kommt dieselbe Frage, „Was ist das?“, und eine Antwort, kurz genug zum Auswendiglernen. Die Antworten zu den Geboten beginnen fast alle mit Furcht und Liebe zu Gott und machen dann aus Verboten Aufgaben: Nicht töten heißt, dem Nächsten in allen Lebensnöten helfen. Das tägliche Brot umfasst ein frommes Gemahl, gutes Wetter und gutes Regiment. Bei Taufe und Abendmahl lautet die Antwort, Wasser, Essen und Trinken tun es nicht allein, sondern die Worte, die dabei stehen.
- Vergebung
- Glauben
- Gebet
- Sakramente
- Taufe
- Gnade
- Bekenntnis
- Absolution
- Erlösung
- Heil
- Göttliche Gerechtigkeit
Ins Gespräch kommen
- Nach jedem Gebot und jeder Bitte fragt Ihr Katechismus wie ein Kind „Was ist das“ und antwortet in einem Satz. Warum lehren Sie den Glauben so?
- In Ihrem Katechismus wird aus dem Tötungsverbot die Pflicht, dem Nächsten in allen Lebensnöten zu helfen. Wozu machen Sie aus einem Verbot eine Aufgabe?
- Wasser tut's freilich nicht, antwortet Ihr Katechismus zur Taufe, auch nicht Essen und Trinken beim Abendmahl, sondern die Worte dabei. Wozu dann Wasser und Brot?
- Zum täglichen Brot gehören nach Ihrem Katechismus ein frommes Gemahl, gutes Wetter, Friede, gutes Regiment und treue Nachbarn. Wieso packen Sie das alles in die Bitte um Brot?