Der Wille hinter der Welt
Steckt hinter der sichtbaren Welt, die wir wahrnehmen, überhaupt etwas — und wenn ja, was für ein einziges Etwas könnten ein fallender Stein, eine wachsende Pflanze und das menschliche Begehren allesamt sein?
Kant trennte die Erscheinung vom Ding an sich und ließ Letzteres unerkennbar; hier wird es benannt. Was wir wahrnehmen, ist nur Vorstellung, und ihre innere Wirklichkeit ist ein einziges blindes Streben namens Wille — eine Kraft, die sich in Stein, Pflanze und Trieb gleichermaßen objektiviert. Dieser Schritt ist der ganze Ehrgeiz des Buches: Kant zu vollenden, indem benannt wird, was er ausgegrenzt hatte, und das ganze Universum, innen wie außen, als den einen sichtbar gewordenen Willen zu lesen.
- Wille
- Metaphysik
- Wahrnehmung
- Erkenntnistheorie
- Bewusstsein
- Kausalität
- Realität
- Subjektivität
- Intuition
- Intellekt
Ins Gespräch kommen
- Ein Mensch ist überzeugt, die Welt draußen sei fest da — mit welchem Recht sagst du ihm, sie sei nur seine Vorstellung?
- Du nennst das Ding an sich, das Kant als unerkennbar ausgrenzte, Wille — wie kannst du wissen, was er als unerkennbar erwies?
- Wie ist der Wille hinter einem fallenden Stein derselbe wie der Wille im menschlichen Begehren, und nicht bloß ein geteiltes Wort?
- Wenn alles Innere und Äußere ein blindes Streben ist, welchen Trost eines sinnvollen, zielgerichteten Universums gibt ein Leser auf?
- Wenn das Begehren eines Fremden und mein eigenes ganz getrennt scheinen, warum bestehst du darauf, dass ein einziger Wille beide bewegt?