Das Wissen und das Absolute
Kann das Wissen je erreichen, was über das Wissen hinausliegt? Fichte beginnt jetzt beim Wissen selbst und findet, dass es selbst auf seiner Höhe davor stehen bleibt.
Nicht mehr mit dem Ich beginnend, fragt Fichte, was absolutes Wissen ist, und antwortet sofort, es könne nicht das Absolute sein: Schon das Wort „Wissen“ schränkt es ein. Das Absolute ist weder Wissen noch Sein, weder ihre Identität noch ihre Indifferenz, der Begriff, den Schelling eben ins Zentrum seines Systems gestellt hatte, und Fichte nennt eine solche Indifferenz eine Einheit, die man behaupten, nie aber nachweisen kann. Im Kern ist Wissen ein Sehen, das sich selbst durchdringt, ein Punkt statt zweier durch eine Linie verbundener Glieder, und vom Sein weiß es nur mittelbar.
- absolutes Wissen
- absolutes Sein
- Absolutes
- Sein
- Wissen
- Erkenntnistheorie
- Intellektuelle Anschauung
- Intuition
- Gedanke
- Einheit
- Reflexion
- Idealismus
- Transzendentaler Idealismus
- Selbstbewusstsein
- Philosophische Methode
- Synthese
Ins Gespräch kommen
- Das Absolute ist Ihnen zufolge weder Wissen noch Sein, weder ihre Identität noch ihre Indifferenz. Was lässt sich dann überhaupt noch von ihm sagen?
- Selbst das absolute Wissen kann Ihnen zufolge nicht das Absolute sein, weil schon das Wort „Wissen“ es begrenzt. Warum erreicht das Wissen nie, wovon es weiß?
- Das Absolute die „Indifferenz“ von Wissen und Sein zu nennen, scheint der natürliche Weg, beide zu vereinen. Weshalb tun Sie das als unbeweisbare Einheit ab?
- Jemand fragt, was er wirklich weiß, und findet in jeder Antwort wieder nur sein eigenes Wissen. Ist das Ihnen zufolge eine Sackgasse oder der Eingang?