In der Kette der Natur
Wenn die Wissenschaft alles erklärt, bleibt dann noch jemand, der handelt? Der Sprecher des Buches denkt sich in diese Furcht hinein, bevor er einen Ausweg findet.
Im Blick auf Pflanzen, Bäume und Tiere sieht der Sprecher Naturkräfte, jede auf ihrer bestimmten Stufe, und bald sieht er sich selbst ebenso: Seine bildende, sich bewegende und denkende Kraft ist die Natur, die an einer Stelle wirkt. Keines Sandkorns Lage ließe sich anders denken, ohne dass sich Vergangenheit und Zukunft ganz änderten. Sein Verstand ist beruhigt. Sein Herz nicht: Das System der Freiheit befriedigt es, das der Notwendigkeit lässt ihn kalt und tot dastehen, ein träger Spiegel vorüberziehender Begebenheiten.
- Determinismus
- Kausalität
- Verursachung
- Natur
- Freier Wille
- Freiheit
- moralische Verantwortung
- Handlungsmacht
- Skeptizismus
Ins Gespräch kommen
- Keines Sandkorns Lage, entdeckt Ihr Zweifelnder, ließe sich anders denken, ohne dass Vergangenheit und Zukunft sich ganz änderten. Was bleibt da von seiner Freiheit?
- Der Verstand Ihres Zweifelnden ist zufrieden, ein Wirken der Naturkräfte an einer Stelle zu sein. Warum muss sein Herz trauern über das, was den Verstand so vollkommen beruhigt?
- Jemand erfährt, dass jede seiner Entscheidungen durch Ursachen lange vor seiner Geburt festgelegt war. Wenn die Theorie alles so glatt erklärt, warum hört Ihr Buch dort nicht auf?
- Ihr Zweifelnder sieht in jeder Pflanze eine Naturkraft auf einer bestimmten Stufe zwischen Keim und Reife. Warum sieht er bald sich selbst ebenso?
- Ihr Zweifelnder fürchtet, kalt und tot dazustehen, ein träger Spiegel vorüberziehender Begebenheiten. Was genau ginge verloren, wenn ein Mensch nur das wäre?