Der übliche Zugang
Die Mathematik gibt uns sichtlich gewisses Wissen, das über die Erfahrung hinausreicht — wie also muss unser Verstand beschaffen sein, damit das möglich ist, und wie weit reicht dieselbe Kraft?
Geschrieben, um die Kritik der reinen Vernunft aus ratloser Aufnahme zu retten, führt das Buch dasselbe Argument rückwärts: von einer Tatsache, die niemand bestritt — dass Mathematik und mathematische Physik gewisses Wissen jenseits der Erfahrung liefern —, zurück zu den Bedingungen, die es möglich machen. Die Lehre kommt sauberer heraus — dass wir die Welt nur erkennen können, wie sie unter den Formen unserer Sinnlichkeit und unseres Verstandes erscheint, sodass eine über die Erfahrung hinausgreifende Metaphysik keine Wissenschaft sein kann. Ein Anhang beantwortet mit beherrschtem Zorn die Rezension, die Kant einen Berkeleyaner genannt hatte; das Buch wurde für die meisten Leser die erste Tür zu ihm.
- Metaphysik
- Erkenntnistheorie
- Grenzen der Erkenntnis
- Vernunft
- Methodologie
- Gewissheit
- Mathematik
- Wissen
- Dogmatismus
- Skepsis
- Erfahrung
Ins Gespräch kommen
- Du setzt bei der Mathematik an, die gewisses Wissen jenseits der Erfahrung gibt — doch was, wenn diese Gewissheit nur darin liegt, dass unsere eigenen Definitionen übereinstimmen?
- Es erschüttert mich zu erfahren, dass ich die Welt nur erkennen kann, wie sie erscheint, nie wie sie ist — wie soll ein Mensch damit leben?
- Wenn eine über alle Erfahrung hinausgreifende Metaphysik keine Wissenschaft sein kann, welche Ansprüche muss ein angehender Metaphysiker begraben?
- Wie unterscheidet sich das Erkennen der Welt, wie sie erscheint, von dem Berkeleyschen Idealismus, dessen man dich zornig beschuldigte?
- Du hast dies geschrieben, um verstanden zu werden, nachdem das große Buch scheiterte — hat das Argument, von der Mathematik her rückwärts geführt, an Strenge verloren?