Die Richtschnur des Glaubens
Was muss jeder Christ glauben, was immer er sonst denkt? Ein Lehrer führt einen Taufbewerber Artikel für Artikel durch das Apostolische Glaubensbekenntnis, als Maß jeder Meinung.
Das Glaubensbekenntnis, erklärt der Katechet, ist die Richtschnur des Glaubens: wenige Worte, die alles zum Heil Nötige enthalten, einst von Erwachsenen bei ihrer Taufe öffentlich gesprochen. Dasselbe Bekenntnis erhält der verachtetste Bettler wie der mächtigste König, und so werden Seeleute, Fuhrleute und Schuster zu Bräuten Christi. An ihm wird jede menschliche Meinung gemessen, auch die Irrtümer der Heiden, Juden und Häretiker, und die Kirche hat es gegen Könige, Philosophen und Häresie zugleich bewahrt. Lehrer mag es viele geben, doch der diese Philosophie wahrhaft lehrt, ist der Herr.
- Glauben
- Glaubensbekenntnis
- Christologie
- Kirche
- Häresie
- Religiöse Bildung
- Kirchenautorität
- Dreifaltigkeit
- Schrift
- Taufe
Ins Gespräch kommen
- Dasselbe Bekenntnis, sagt Ihr Katechet, erhält der verachtetste Bettler wie der mächtigste König. Was sollte das mit dem Selbstwert eines armen Gläubigen machen?
- Eine alte Überlieferung weist jedem der zwölf Apostel einen Artikel des Bekenntnisses zu. Spielt es eine Rolle, ob es wirklich so entstand?
- Ihr Katechet rühmt die Kirche, weil sie gegen Könige, weltliche Weisheit und Häresie gleichermaßen standhielt. Welcher der drei war der gefährlichste Feind?
- Jede Meinung von Heiden, Juden und Häretikern wird in diesem Buch an zwölf kurzen Artikeln gemessen. Ist das nicht ein enger Prüfstein für so viele Überlieferungen?