Wie man betet, und zu wem
Wenn die alten Opfer abgeschafft sind, welche Gabe bleibt, und wem soll man sie darbringen? Erasmus antwortet mit dem Gebet und geht behutsam durch den Streit über die Anrufung der Heiligen.
Das Evangelium beendete die Opfer des mosaischen Gesetzes, und von dem, was bleibt, empfahl Christus das Gebet am sorgfältigsten. Seine Formen sind Bitte, Dank mit Lobpreis verbunden und Hymnus. Gesang in der Kirche mag bleiben, wenn er maßvoll ist, doch das Lied, das Gott am liebsten hört, ist die stille Regung des Herzens. Erasmus verbietet Gebete zu den Heiligen nicht. Er bemerkt, dass die frühe Kirche lange zögerte, auch nur zum Heiligen Geist zu beten, und entlarvt den Aberglauben von Soldaten, die sich dem heiligen Georg anvertrauen, und von Städten, die sich Schutzheilige zulegen wie Heiden ihre Götter.
- Gebet
- Fürbitte
- Heilige
- Gottesverehrung
- Demut
- Dankbarkeit
- Lob
- Bitte
- Aberglaube
- Aufrichtigkeit
Ins Gespräch kommen
- Das Gebet, schreiben Sie, hat drei Formen: Bitte, Dank mit Lob und Hymnus. Warum darf die Bitte nie allein stehen?
- Die frühe Kirche zögerte lange, auch nur zum Heiligen Geist zu beten, betonen Sie. Was sagt diese Vorsicht über das Beten zu Heiligen?
- Die Leute bitten die Heiligen um Dinge, bemerken Sie, um die sie keinen ehrlichen Menschen zu bitten wagten. Was sollte man bedenken, bevor man um etwas betet?
- Kirchenmusik darf bleiben, wenn sie maßvoll ist, sagen Sie, doch das Lied, das Gott am liebsten hört, ist ganz lautlos. Was ist dieses stille Lied?
- Jemand fürchtet, Gott höre ihn nur, wenn er einen bestimmten Ritus oder eine Formel gebraucht. Was entgegnet Ihr Buch über das Gebet dieser Angst?