Der Krieg im Innern
Was braucht ein gewöhnlicher Laie, kein Mönch, um als Christ zu leben? Das Handbuch antwortet: Er ist schon Soldat, und der Feind steht innerhalb seiner eigenen Mauern.
Jeder Christ führt einen lebenslangen Krieg gegen seine Laster, deren sieben Hauptleute ein ganzes Heer anführen. Er braucht zwei Waffen, das Gebet und die Kenntnis der Schrift, und er muss sich selbst kennen: Die Teilung des Menschen in Leib und Seele, Fleisch und Geist entscheidet, wo die Schlacht liegt. Das Fleisch zu bezwingen ist das Schwerste, wenn man nur auf die eigene Kraft zählt, und das Leichteste, wenn man auf Gott blickt. Das Buch ist klein genug, um es überallhin mitzunehmen, wie der Doppelsinn seines Titels, Handbuch und Dolch, verspricht.
- geistliche Kriegführung
- Versuchung
- Sünde
- Selbstdisziplin
- Selbsterkenntnis
- Vernunft
- Moralpsychologie
- Wollust
- Standhaftigkeit
Ins Gespräch kommen
- Jeder Christ, schreiben Sie, ist ein Soldat in einem lebenslangen Krieg gegen seine eigenen Laster. Warum zeichnen Sie das sittliche Leben als Schlachtfeld und nicht als Weg?
- Ein Höfling ist der Vergnügungen des Hofes müde und sehnt sich hinaus, wie Israel unter Mose aus Ägypten floh. Was rät ihm Ihr Handbuch als Erstes?
- Das Fleisch zu bezwingen ist allein das Schwerste, räumen Sie ein, mit Gottes Hilfe aber leicht. Was bleibt dann für die eigene Mühe des Soldaten?
- Jemand fällt immer wieder in denselben Fehler und will den Kampf aufgeben. Was sagt Ihr Handbuch einem Soldaten, der ständig verliert?