Älter und heiliger als die Ehelosigkeit
Soll ein junger Mann, der allein sein Geschlecht fortführen kann, eine Frau wählen oder das Kloster? Der Brief tritt so entschieden für die Ehe ein, dass Theologen darin einen Angriff auf den Zölibat selbst hörten.
Die Ehe stiftete nicht Lykurg, Mose oder Solon, sondern Gott selbst im Paradies, und Christus ehrte sie auf einer Hochzeit. Die Natur stimmt zu: Jede Art von Lebewesen, selbst die Bäume, zeigt etwas wie eine Ehe, und durch Kinder macht sich ein Sterblicher beinahe unsterblich. Die Schrift lobt die ehrbare Ehe und das unbefleckte Ehebett und nennt die Ehelosigkeit nicht einmal. Wer das Leben von seinen Vorfahren empfing, schuldet es seinen Nachkommen, und wer um der Heiligkeit willen die Ehe verweigert, behandelt als unheilig, was Gott geheiligt hat.
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Ins Gespräch kommen
- Die Ehe, argumentieren Sie, stiftete nicht Lykurg, Mose oder Solon, sondern Gott im Paradies. Weshalb macht ihr Alter sie heiliger als die Ehelosigkeit?
- Durch Kinder, schreiben Sie, macht sich ein Sterblicher beinahe unsterblich. Ist das ein christlicher Grund zu heiraten oder eine alte heidnische Hoffnung?
- Stumme Tiere gehorchen dem Naturgesetz und vermehren sich, bemerken Sie, während Menschen es verweigern wie die Giganten, die gegen die Götter kämpften. Wer sind diese Aufrührer?
- Die Schrift ehrt das Ehebett, betonen Sie, und nennt die Ehelosigkeit nicht einmal. Was antworten Sie Theologen, die die Jungfräulichkeit für den höheren Stand halten?