Witwenschaft als Berufung
Ist eine Witwe nur jemand, der den Mann verloren hat, oder kann die Witwenschaft eine Lebensform mit eigener Würde sein? Für eine Königin Anfang zwanzig antwortet Erasmus mit den Witwen der Schrift und der frühen Kirche.
Das Buch beginnt mit dem Krieg, dem einzigen Unglück, das Menschen einander zufügen und das sie nicht nur elend, sondern auch böse macht. Es erlaubt die Trauer: Einer Frau das Weinen am Grab ihres Mannes zu verbieten, wäre unmenschlich. Dann gibt es der Witwenschaft Vorbilder, Judit mit ihrem doppelten Triumph aus Sieg und Keuschheit, die greise Prophetin Hanna, Noomi, Monika, die Augustinus mit ihren Tränen zurückgewann. Doch Erasmus drängt eine junge Witwe nicht zu einem lebenslangen Gelübde, denn Paulus riet jungen Witwen zu heiraten, und dauernde Enthaltsamkeit ist eine besondere Gabe Gottes.
- Witwenschaft
- Trauer
- Keuschheit
- Enthaltsamkeit
- Nächstenliebe
- Frömmigkeit
- Frauen
- Gebet
- Erziehung
- Glauben
Ins Gespräch kommen
- Einer jungen Witwe sagt man, ihr Weinen um den Mann zeige schwachen Glauben. Weshalb nennen Sie es unmenschlich, ihr die Tränen zu verbieten?
- Hanna, die greise Prophetin im Tempel, war vom Alter trübäugig, aber scharfsichtig im Geist. Was kann eine alte Witwe sehen, das anderen entgeht?
- Eine Mutter sieht ihren erwachsenen Sohn auf schlimme Abwege geraten. Was lehrt sie Monika, die Augustinus mit ihren Tränen zurückgewann, über das Nicht-Aufgeben?
- Ihr Trostbuch für eine Kriegswitwe beginnt damit, den Krieg schlimmer als Erdbeben, Flut und Pest zu nennen. Wodurch ist der Krieg das schlimmste Übel?